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Pass statt Identitätskarte: Die britische Regierung will die Regeln für EU-Bürger bei der Einreise in Grossbritannien verschärfen. (Symbolbild)

KEYSTONE/EPA/ANDY RAIN

(sda-ats)

Grossbritannien plant einem Zeitungsbericht zufolge, die Einwanderung niedrigqualifizierter EU-Arbeitnehmer nach einem Brexit zu beschränken. Zudem solle der Nachzug von Familienmitgliedern eingeschränkt werden, berichtet die Zeitung "The Guardian".

Die Zeitung berief sich am Dienstagabend auf ihrer Website auf Vorschläge des Innenministeriums. Das 82-seitige Dokument aus dem Ministerium sickerte demnach an die Zeitung durch.

Den Plänen zufolge müssen sich EU-Bürger, die nach dem Brexit nach Grossbritannien einwandern wollen, um eine zweijährige Aufenthaltsgenehmigung bewerben. Als hochqualifiziert eingestufte Zuwanderer können sich dagegen um eine bis zu fünfjährige Genehmigung bewerben.

Beim Familiennachzug plant das Innenministerium demnach strengere Kriterien: Dieser soll auf Lebenspartner, Kinder unter 18 Jahren und erwachsene Unterhaltsberechtigte beschränkt werden.

Einreise nur noch mit Pass

Auch für den Grenzübertritt sind Änderungen geplant: Künftig soll es auch für EU-Bürger verpflichtend sein, bei der Einreise nach Grossbritannien einen Reisepass mit sich zu führen. Bislang reichte der Personalausweis.

Für die vollständige Umsetzung der Neuregelungen soll es demnach eine Frist von mindestens zwei Jahren nach dem Brexit im März 2019 geben.

In vielen Bereichen der britischen Wirtschaft gibt es einen hohen Anteil von Migranten, etwa in der Landwirtschaft, der Gastronomie oder im Gesundheitswesen. 2016 lebten etwa 3,6 Millionen EU-Bürger in Grossbritannien, davon ein Drittel in London. Die Polen machen mit einer Million Menschen das grösste Kontingent aus.

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SDA-ATS