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Der Aerobrick (links) im Vergleich mit Perlit-Ziegelstein (Mitte) und nicht-isolierenden Ziegeln (rechts): Gleiche Dämmung, dünnere Mauer.

Empa

(sda-ats)

Ein neuartiger, mit Aerogel gefüllter Ziegelstein könnte in Zukunft Dämmschichten an Gebäuden überflüssig machen. Allerdings ist der sogenannte Aerobrick für eine breite Anwendung noch zu teuer.

Entwickelt wurde der hochdämmende Ziegelstein an der Forschungsanstalt Empa, wie diese am Dienstag mitteilte. Traditionell werden Dämmschichten auf die fertig gebauten Mauern oder Wände aufgebracht. Mehr und mehr kommen aber auch Ziegelsteine zum Einsatz, die selbst dämmende Eigenschaften haben.

Diese enthalten entweder luftgefüllte Kammern oder grössere Hohlräume, die mit Materialien wie Perlit, Mineralwolle oder Polystyrol gefüllt sind. Damit die Wände aber gleich gut isoliert sind wie solche mit separaten dämmenden Schichten, sind die dämmenden Ziegelsteine meist deutlich dicker als gewöhnliche.

Forschende der Empa haben statt Perlit nun Aerogel für Dämmziegel verwendet. Dies ist ein hochporöser Festkörper, der sehr gut dämmt und gleichzeitig Temperaturen von bis zu 300 Grad aushält. Der Stoff kommt etwa bereits in Hochleistungsdämmputz vor.

Um das Material in die Ziegel zu füllen, hat Empa-Forscher Jannis Wernery mit seinen Kollegen aus Aerogel-Partikeln eine pastenartige Mischung entwickelt. Die Paste verbindet sich dann mit dem Ton der Ziegelsteine. "Das Aerogel hält in den Ziegeln, man kann ganz normal mit ihnen umgehen", wird Wernery in der Mitteilung zitiert.

Perlit-Ziegel dämmen bei gleicher Struktur und Dicke um rund ein Drittel schlechter als der Aerobrick - umso dicker muss die perlitgefüllte Wand sein. Ein gewöhnliches Mauerwerk aus nicht-isolierenden Ziegelsteinen leitet Wärme noch viel stärker. Eine solche Mauer müsste fast zwei Meter dick sein, um gleich gut zu dämmen wie eine 20 Zentimeter dicke Wand aus Aerobricks.

Das Aerogel-Füllmaterial ist allerdings noch sehr teuer. Ein einziger Quadratmeter Mauerwerk würde laut Wernery mit rund 500 Franken Zusatzkosten zu Buche schlagen. Experten hoffen, dass die Kosten mittelfristig sinken werden.

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SDA-ATS