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Trainer Joe Zinnbauer wirbelt und wechselt. Dennoch tritt der FC St. Gallen am Schluss an Ort. Das 0:2 gegen YB, die fünfte Niederlage in Serie, ist frustrierend. Dabei hätte alles gut kommen können.

Joe Zinnbauer liess sich für den wichtigen Match daheim gegen YB auf ein gefährliches Spiel ein. Wer den verdienten und bewährten Goalie Daniel Lopar und den verdienten und bewährten Offensivspieler Tranquillo Barnetta auf der Ersatzbank sitzen lässt, muss Punkte holen. Sonst riskiert er, Kritik und Häme auf sich zu ziehen.

Die Rechnung des Deutschen hätte durchaus aufgehen können. Aber nach ziemlich genau einer Stunde machte der eigene Captain dem Deutschen einen Strich durch die Rechnung. Der schon verwarnte Nzuzi Toko, Drehscheibe im Ostschweizer Ensemble, liess sich zu einem harten Foul hinreissen, das man töricht und unnötig nennen konnte. Der Platzverweis mit Gelb-Rot war nicht umstritten.

Toko, der Spieler aus der Demokratischen Republik Kongo, verwandelte die taktischen Dispositionen seines Trainers in Altpapier. Barnetta, der sich schon eine Weile an der Seitenlinie eingelaufen hatte, konnte sich wieder auf die Bank setzen, zumal wenige Augenblicke nach Tokos Ausschluss auch noch Sejad Salihovic - er hatte sich verletzt - ausschied.

Dabei waren die St. Galler gerade nach einer Stunde drauf und dran gewesen, das Spieldiktat gegen die masslos enttäuschenden Young Boys endgültig zu übernehmen. Also hätten sich Zinnbauers Überlegungen mit einiger Wahrscheinlichkeit bei Spielschluss als richtig und einträglich erwiesen. Jubeln konnten jedoch wieder nicht die St. Galler, sondern die Berner nach den beiden sehr späten Toren des eingewechselten schwedischen Stürmers Alexander Gerndt.

Joe Zinnbauer verhehlte in der Medienkonferenz nach dem Match nicht, dass seine plakativen Wechsel in der Startaufstellung nach der Serie von vier Niederlagen vor allem eine psychologische Wirkung hätten haben sollen. Er wollte die Spieler wachrütteln oder - wohl treffender ausgedrückt - kitzeln. "Es war einfach ein Bauchgefühl", sagte er. "Es sollten Impulse an die Mannschaft sein. Ich würde es auch im Nachhinein so machen." Bis zu den fatalen Minuten in der zweiten Halbzeit sah Zinnbauer seine Überlegungen aufgehen.

Der Trainer hat den neuerlichen Kampf gegen den Abstieg mittlerweile angenommen. "Es ist klar, wir müssen jetzt nach hinten schauen. Ja, es ist Abstiegskampf."

Adi Hütter, den Trainer der Young Boys, plagten nach den beiden ernüchternden Heimniederlagen gegen GC und Lugano ähnliche Sorgen wie Zinnbauer, wenngleich 6 Ränge und 25 Punkte weiter oben. Der Österreicher zeigte sich zufrieden. "Unsere Spieler waren nach den Niederlagen verunsichert. Aber heute habe ich dennoch den Willen zum Sieg gesehen. Natürlich hat uns der Platzverweis in die Karten gespielt." Der fatale Platzverweis von Captain Toko.

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SDA-ATS