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Für die Australien-Krokodile im Zoo Basel sind die Zeiten des Müssiggangs vorbei. Seit anderthalb Wochen absolvieren sie jeden Tag ein Training mit einem Krokodilspezialisten und ihrem Pfleger. Von den vier Reptilien hat bisher zumindest eines Gefallen gefunden an der neuen Herausforderung.

"Wir wollen, dass die Tiere von A nach B gehen und dort auch bleiben", beschrieb Krokodiltrainer Ralf Sommerlad am Mittwoch vor den Medien das Ziel seines Trainings. Was mit einem Hund in drei Tagen zu erreichen ist, brauche bei den Krokodilen schon etwas länger, gab der von den Zoo-Verantwortlichen als Koryphäe auf dem Gebiet der Krokodile und des Artenschutzes gelobte Deutschen zu bedenken.

Für die Ausbildung der Basler Krokodile bedient sich Sommerlad der "Target"-Methode, die auch bei andern Tieren angewendet wird. Bei den Krokodilen setzt Sommerlad einen 2,5 m langen Bambus-Stock mit einer gelben Spitze ein. Wenn die Krokodile diese nach Zurufen mit ihrer Schnauze berühren, werden sie mit einer Stockberührung an der Schnauze und einem kleinen Leckerbissen belohnt.

Ziel ist, dass Tierpfleger die Krokodile auf diesem Weg überallhin dirigieren können. Ohne grossen Stress können sie so dereinst auch in eine Transportkiste geführt werden, und die Tierärzte können die Tiere so ohne Betäubung untersuchen und Blutproben entnehmen.

"Logan" als Musterschüler

Von den vier Australien-Krokodilen im Vivarium des Basler Zoos hat sich das Männchen "Logan" als Musterschüler erwiesen. Rasch reagiert er, wenn Reptilienpfleger Christoph Studer laut und deutlich seinen Namen ruft und den Bambus-Stock ins Wasser hält. Die drei andern Krokodile zeigen für das Training noch nicht grosses Interesse, ergreifen aber auch nicht mehr gleich die Flucht.

Sommerlad weiss indes aus Erfahrung, dass sich die Krokodile mit der Zeit richtig auf das Training freuen und überaus gelehrig sind. Der Experte kennt eine Krokodilgruppe, die auf 30 verschiedene Kommandos reagiert.

Ein gezieltes Training mit ihren Krokodilen haben bisher nur wenige Zoos durchgeführt. Und Basel ist der erste Zoo überhaupt, der dies nun mit den besonders scheuen Australien-Krokodilen versucht.

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SDA-ATS