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Zoo Zürich zeigt Vogelarten mit besonderen Schnabelformen

Dieser Inhalt wurde am 21. Oktober 2009 - 14:06 publiziert
(Keystone-SDA)

Zürich - Die einen wie Löffel, die anderen wie Essstäbchen: So unterschiedlich die Schnäbel der Vögel sind, so vielfältig ist die Nahrung, die sie aufnehmen. Der Zoo Zürich hat zwei Vogelarten mit besonderen Schnabelformen vorgestellt.
Weisse und schwarze Vögel stochern im Gehege nach Futter - die einen haben Schnäbel, die an Löffel erinnern, bei den anderen mit den langen Schnäbel denkt man eher an Essstäbchen.
"Zeig mir deinen Schnabel und ich sag dir, was du isst", bringt Zoo-Kurator Robert Zingg die Vögel und ihre unterschiedlichen Nahrungsgewohnheiten auf den Punkt.
So sucht etwa der Europäische Löffler im seichten Wasser nach Futter. Die Löffler - im weissen Federkleid - schreiten mit hin und her pendelnden Bewegungen des Kopfes voran und suchen in der oberen Schlickschicht nach Insekten und deren Larven.
Der Schnabel sei ein hochsensibles Tastorgan, sagte Zingg vor den Medien im Zoo weiter. Die Tastsinneszellen an der Innenseite der Schnabelspitze lassen den Schnabel bei der leichtesten Berührung zupacken. Da die Futtersuche nicht auf dem Gesichts- sondern Tastsinn beruht, können Löffler auch nachts auf die Jagd gehen.
Im Zoo Zürich leben seit 1986 Löffler. 59 Jungvögel schlüpften bisher hier, der diesjährige Jungvogel ist am hellen Schnabel von den Altvögeln zu unterscheiden. Das Verbreitungsgebiet des Eurasischen Löfflers ist von Spanien über Süd- und Mitteleuropa bis nach Japan.
Ein anderes Beispiel ist der Waldrapp. Genau wie die Löffler gehört er in die Familie der Ibisse. Er hat einen langen leicht gebogenen Schnabel. Dieser ist ein ideales Instrument, um im weichen Boden zu stochern und Futter zu ergreifen.
Der Waldrapp lebt seit 1971 im Zoo Zürich. In all den Jahren sind 217 Junge in Zürich geschlüpft. Der Waldrapp gilt als stark bedroht. Seit ein paar Jahren wird versucht, den Waldrapp im Alpenraum wieder heimisch zu machen.

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