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Zürcher Obergericht senkt erstinstanzliches Urteil leicht

Dieser Inhalt wurde am 27. November 2009 - 16:51 publiziert
(Keystone-SDA)

Zürich - Zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und drei Monaten hat das Zürcher Obergericht einen pädophilen ehemaligen Lehrer verurteilt. Auf Geheiss des Bundesgerichts reduzierte es die erstinstanzliche Strafe um neun Monate, wie es mitteilte.
Der damalige Lehrer hatte gemäss Anklage zwischen 1996 und 2003 sexuelle Übergriffe auf vier zwölf- bis 13-jährige Schülerinnen verübt. Bereits zuvor hatte er das Gleiche im Kanton Thurgau mit einer 13-Jährigen gemacht.
Und zudem hatte er mehrmals das damals acht-, neunjährige Schwesterchen seines Göttikindes zum Geschlechtsverkehr gezwungen. Der Angeklagte hatte ein Teilgeständnis abgelegt.
Im Dezember 2004 verurteilte das Bezirksgericht Zürich den heute 47-Jährigen wegen mehrfacher Vergewaltigung und weiterer Sexualdelikte zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren. Es ordnete eine ambulante Psychotherapie während des Strafvollzugs an.
In einem ersten Prozess bestätigte das Obergericht im Wesentlichen den Entscheid der ersten Instanz. Das Bundesgericht wies es jedoch an, die Strafe um neun Monate zu senken. Dies erstens, weil der Angeklagte den Opfern Schmerzensgelder bezahlt hatte und zweitens, weil das Beschleunigungsgebot verletzt worden sei - das Verfahren also zu lange gedauert habe.

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