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So frei wie am Pride-Umzug in Zürich können sich LGBTs nicht überall auf der Welt bewegen. In über 80 Ländern werden Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität kriminalisiert.

Keystone/WALTER BIERI

(sda-ats)

Bunt, laut und schrill: Mehrere tausend Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transmenschen sind am Samstagnachmittag am Pride-Umzug durch die Zürcher Innenstadt marschiert.

Unter dem Motto "No Fear To Be You" setzten sie sich in diesem Jahr für die Sicherheit und Rechte von LGBT-Flüchtlingen ein.

Damit bekenne sich die Zurich Pride "in aller Deutlichkeit zu Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität in die Schweiz flüchten mussten", hiess es in einer Medienmitteilung der Veranstalter. "LGBTs werden in über 80 Ländern der Welt kriminalisiert."

Neue Route quer durch Zürcher Innenstadt

Die Route der Kundgebung war länger als in den vergangenen Jahren: Neu startete der Umzug vom Münsterhof aus. Dort gab es erste Reden. FDP-Nationalrätin Christa Markwalder sagte beispielsweise, dass die Schweizer Gesetzgebung trotz Fortschritten noch nicht dem 21. Jahrhundert entspreche. "Deshalb ist es wichtig, dass sich LGBTs in die Politik einbringen."

Anschliessend zogen die Pride-Teilnehmenden mit Regenbogenfahnen und farbigen Ballonen ausgerüstet und von lauter Musik begleitet via Limmatquai, Bahnhofstrasse und Sihlporte zum Helvetiaplatz. Von aufwändig herausgeputzten Diven über schrille Paradiesvögel war alles zu sehen.

Zahlreiche Menschen verfolgten die bunte und friedliche Parade, die als grosse Open-air-Party daherkam, vom Strassenrand aus. Sie sahen viele verschiedene Organisationen und Institutionen, kleinere Gruppen oder Einzelpersonen - vereint im Kampf für gleiche Rechte für alle.

Höhepunkt der Pride-Woche

Der Umzug ist jeweils der Höhepunkt der Pride-Woche, die am Pfingstsonntag offiziell eröffnet wurde und noch bis morgen Sonntag dauert. An der Pride-Week führen LGBT-Vereine und andere Veranstalter Fachtagungen und Anlässe rund um LGBT-Themen durch. Am Freitag startete dann auf dem Kasernenareal das Pride-Festival mit Auftritten von verschiedenen Musikern und Künstlern.

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SDA-ATS