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Zürcher SVP-Regierungsratskandidat lässt Diskussion platzen

Dieser Inhalt wurde am 08. Oktober 2009 - 13:01 publiziert
(Keystone-SDA)

Zürich - Der Zürcher Regierungsratskandidat Ernst Stocker (SVP) hat ein Streitgespräch im Radiostudio Zürich platzen lassen. Weil er sich von seinem Kontrahenten Daniel Jostisch (SP) provoziert fühlte, verliess er vorzeitig das Studio.
Die beiden Anwärter auf den frei werdenden Sitz von Regierungsrätin Rita Fuhrer (SVP) waren von der der Zürcher Redaktion des Regionaljournals Zürich-Schaffhausen zu einem Streitgespräch eingeladen worden. Nach der Livediskussion im Regionaljournal sollte anschliessend eine Kurzversion des Duells für die News von DRS 4 aufgezeichnet werden.
Mitten in dieser Aufzeichnung stand Stocker plötzlich genervt auf, verabschiedete sich mit den Worten: "Dann gehe ich jetzt" und verschwand aus dem Studio, wie Michael Hiller, Leiter des Regionaljournals Zürich-Schaffhausen auf Anfrage sagte. Geplatzt sei Stocker der Kragen, nachdem Jositsch - wie schon in der Livesendung - die Minarett-Frage erneut aufs Tapet gebracht habe.
Der Regierungsratskandidat der SP erinnerte Stocker daran, dass er die Anti-Minarett-Initiative zwar jetzt ablehne. Im Kantonsrat habe er jedoch seinerzeit eine parlamentarische Initiative unterstützt, die ein Bauverbot für Minarette im Kanton Zürich forderte.
Radio DRS 1 und DRS 4 strahlten die Sequenz mit dem Eklat "ungeschnitten" aus. Es sei ein heikler journalistischer Entscheid gewesen, sagte Hiller. "Wir mussten jedoch davon ausgehen, dass die Medien ohnehin darüber berichten werden".
Er stehe auch im Nachhinein zu seinem spontanen Entschluss, die Gesprächsrunde vorzeitig zu verlassen, beteuerte Ernst Stocker auf Anfrage. "Ich glaube, ich habe damit Rückgrat bewiesen".

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