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Zürich - Mit Empörung haben die Homosexuellen Arbeitsgruppen Zürich (HAZ) auf eine Anordnung des Bischofsrats des Bistums Chur reagiert. Dieser hat die katholische Mitwirkung an den ökumenischen Pride-Gottesdiensten für Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle verboten.
Die HAZ fordern den Churer Bischof Vitus Huonder auf, den Entscheid zu widerrufen, wie sie in einer Mitteilung vom Freitag schreiben. Ausserdem müsse er sich für "diese offene Ausgrenzung" entschuldigen. Die Gottesdienste finden seit einigen Jahren am Zürcher Pride-Festival statt.
Die katholische Kirche im Kanton Zürich hatte die Gottesdienste sowohl finanziell als auch ideell unterstützt. Er sei "masslos enttäuscht über diese Entscheidung", sagte Benno Schnüriger, Präsident des Synodalrats der katholischen Kirche im Kanton Zürich, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.
Der Entscheid von Bischof Huonder entspreche nicht der Haltung der katholischen Kirche in Zürich. Erst vor kurzem habe der Synodalrat 1500 Franken für den Gottesdienst beschlossen. Der Pastoralplan sehe ausdrücklich "spezielle Seelsorgeangebote für Homosexuelle" vor.
Das Thema werde in der nächsten Sitzung vom 30. August mit Weihbischof Marian Eleganti besprochen. Man werde versuchen, den Entscheid rückgängig zu machen, betonte Schnüriger.
Auch der HAZ zeigte sich über die plötzliche Einmischung aus Chur irritiert. Der Bischofsrat und Bischof Vitus Huonder griffen damit die bisherige offene Praxis in Zürich an und machten sich "mit mittelalterlich anmutenden Ansichten für die Ausgrenzung eines grossen Teils der Bevölkerung stark," heisst es in der Mitteilung des HAZ.
Absurd sei, dass gerade dasjenige weltweit tätige Unternehmen mit dem höchsten Homosexuellen-Anteil an der Belegschaft zum Mittel der Diskriminierung greife.

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SDA-ATS