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Zürich - Wegen eines Sprengstoffanschlags im Dezember 2006 in Zürich-Höngg müssen sich zwei Personen vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona TI verantworten. Die Bundesanwaltschaft (BA) klagt sie des versuchten Mordes an, wie sie am Dienstag mitteilte.
Die BA, die bei Sprengstoffdelikten beigezogen wird, hat die Strafuntersuchung abgeschlossen. Am 30. Juli habe sie die Anklageschrift beim Bundesstrafgericht eingereicht, heisst es in der Mitteilung.
Angeklagt sind zwei Staatsbürger von Bosnien-Herzegowina, wie BA-Sprecherin Jeannette Balmer auf Anfrage sagte. Mehr Details gab sie nicht bekannt. Wann die beiden vor Gericht erscheinen müssen, ist noch offen.
Wenn möglich im Herbst
Wie Patrick Guidon, stellvertretender Generalsekretär des Bundesstrafgerichts, auf Anfrage sagte, soll die Verhandlung wenn möglich im Oktober oder November stattfinden. Der Termin hänge von den Verfügbarkeiten des Gerichts und der Parteienvertreter ab. Das Gericht werde in Fünfer-Besetzung auf deutsch verhandeln.
Auch für das Bundesstrafgericht ist der Fall kein Alltagsgeschäft. Sprengstoffdelikte wurden laut Guidon bisher selten angeklagt. Das letzte Urteil datiere vom 21. Juni 2007. Bis anhin seien keine Personen an Leib und Leben geschädigt worden.
Bombe unterm Auto
Laut Balmer handelt es sich bei den beiden Angeklagten nicht um die gleichen Personen, die kurz nach Entdeckung der Bombe vorübergehend festgenommen worden waren.
Am 17. Dezember 2006, einem Sonntag, war im Zürcher Wohnquartier Höngg unter einem parkierten Auto ein Sprengsatz gefunden worden: 429 Gramm Sprengstoff und als Fernzünder ein Mobiltelefon.
Die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft ergaben, dass der geplante Anschlag "einer in Zürich lebenden Person" galt. Wäre der Sprengsatz explodiert, wäre er laut BA für Personen im Fahrzeug oder in dessen naher Umgebung tödlich gewesen oder hätte zumindest schwere Verletzungen verursacht.

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SDA-ATS