Die vom Kanton Zug ergriffenen Aufwertungs- und Artenschutzmassnahmen in Waldnaturschutzgebieten funktionieren: Ein Forstwart hat erstmals einen Gelbringfalter auf Zuger Gebiet entdeckt.

Die Präsenz des in der Schweiz stark gefährdeten Tagfalters sei darum relevant, weil sie nachweise, dass die im Kanton Zug ergriffenen Massnahmen zur Artenvielfalt wirken, teilte der Kanton am Montag mit. Gefunden wurde der Gelbringfalter in einem Waldnaturschutzgebiet der Korporation Walchwil.

Zu den Massnahmen gehören unter anderem die Ausformung von locker bestockten Wäldern sowie die Pflege von Gebüsch-Strukturen und Waldlichtungen. "Nun geht es darum, das punktuelle Vorkommen zu sichern und die Population zu stärken", wird Martin Ziegler, Leiter der Abteilung Schutzwald, Waldbiodiversität und Naturgefahren beim Amt für Wald und Wild, zitiert.

Der Erstnachweis, der vom Schweizerischen Zentrum für die Kartografie der Fauna "info fauna" bestätigt wurde, ist aber auch deshalb wichtig, weil es sich beim sehr seltenen und einheimischen Tagfalter um eine so genannte "flagship species" handelt: Massnahmen zu seinen Gunsten wirken sich auch positiv auf unzählige anderen Arten im gleichen Habitat aus.

Der Gelbringfalter ist laut Mitteilung nach der unverkennbaren Zeichnung auf seiner Flügelunterseite benannt: Die Flügel werden von auffälligen, schwarzen Augen geziert, die von einem dünnen, gelben Rand eingefasst sind.

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