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Er gilt als unverbesserlicher Optimist und seine träfen Sprüche sind vielen noch in Erinnerung: alt Bundesrat Adolf Ogi feiert am 18. Juli seinen 70. Geburtstag. Aus diesem Anlass ist am Dienstag eine neue Biografie erschienen.

Verfasst haben das im Weltbildverlag erschienene Werk zwei Wegbegleiter Ogis aus dem Medienhaus Ringier, wie das Unternehmen mitteilte. Die Texte stammen aus der Feder des ehemaligen "Blick"-Bundeshauskorrespondenten Georges Wüthrich, die Fotos und Interviews von Gesellschafts-Journalist André Häfliger.

"Ogis Leute siegen heute"

Das Leben des Bergler-Bubs aus Kandersteg, der es zum Bundespräsidenten brachte, bietet in der Tat genügend Stoff für Bücher.

Nach der Grundschulausbildung im heimischen Kandersteg erwarb Ogi ein Handelsschul-Diplom. Erstmals einen Namen machte er sich als technischer Direktor des Schweizer Skiverbandes.

Es waren die goldenen Tage der Schweizer Skirennfahrer mit Olympiasiegen von Bernahrd Russi und Marie-Therese Nadig in Sapporo 1972. Der Spruch "Ogis Leute siegen heute" avancierte zum geflügelten Wort.

Eierkochen mit dem Energieminister

Eine politische Heimat fand Ogi in der SVP. 1979 wurde er in den Nationalrat gewählt, 1987 schaffte er den Sprung in die Landesregierung.

Als Verkehrsminister konnte er 1992 das Volk von der NEAT überzeugen. Als Energieminister demonstrierte er in TV-Spots, wie man mit wenig Strom Eier kochen kann.

Ab Mitte der 1990-er Jahre übernahm Ogi das Militärdepartement, das er ins heutige Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport umbaute. Mit der Übernahme des Sports ging ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung.

Ende 2000 verliess Ogi die Landesregierung am Schluss seines zweiten Präsidialjahres. 2001 übernahm Ogi das Amt des Uno-Sonderberaters für Sport im Dienste von Entwicklung und Frieden.

Für die Öffnung der Schweiz

Ogi war stets für die Öffnung der Schweiz und für ihre Teilnahme an internationalen Organisationen. Diese Haltung brachte ihm in rechtskonservativen SVP-Kreisen nicht eben Applaus ein.

Als sich unzufriedene Berner SVP-ler 2008 von der Mutterpartei abspalteten, um die BDP zu gründen, blieb Ogi bei der SVP. Er äusserte sich seither aber immer wieder pointiert zum Geschehen in seiner Partei.

So kritisierte Ogi nach der Niederlage der SVP bei den eidgenössischen Wahlen die Parteispitze für ihre "Zickzack-Politik" gepaart mit einem "aggressiven und besserwisserischen Stil".

Der Berner Oberländer galt stets volksverbundener Optimist. Das Volk brachte ihm viel Sympathie entgegen. Davon zeugen nicht zuletzt die zahlreichen humorigen Anekdoten, die jahrelang über Ogi im Umlauf waren.

SDA-ATS