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In der Berner Altstadt ist es am Samstagnachmittag zu Zusammenstössen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Die Polizei hatte versucht, eine unbewilligte Demonstration aufzulösen. Sie nahm nach eigenen Angaben Dutzende Demonstranten mit auf den Polizeiposten.

Die Polizei habe sich zunächst zurückgehalten, als ein Demonstrationszug mit etwa 100 zumeist vermummten Teilnehmern von der Heiliggeistkirche durch die Altstadt bewegt habe, hiess es in einer Mitteilung der Kantonspolizei vom Samstagabend.

Als es dann aber in der Unteren Altstadt zu Sprayereien und Sachbeschädigungen an Autos gekommen sei, habe die Polizei die Demonstranten aufgefordert, den Umzug abzubrechen.

Die Protestierer hätten darauf die Polizisten mit Wurfkörpern und Flaschen sowie mit Stahlkugeln aus Hochgeschwindigkeitsschleudern beschossen; die Polizei habe ihrerseits Gummischrot und Reizgas eingesetzt. Mehrere Demonstranten hätten zudem Türen zu Häusern und Garagen aufgebrochen.

Keine Verletzten, Dutzende Festnahmen

Bei den Zusammenstössen wurde dennoch gemäss der Polizei niemand verletzt. Es seien auch keine Meldungen über verletzte Demonstranten eingegangen.

Gemäss Polizeisprecherin Daniela Sigrist war der Polizeieinsatz am Samstagabend noch im Gange. Ein Grossteil der Demonstranten sei angehalten und zur Feststellung der Personalien auf einen Polizeiposten gebracht worden, sagte sie. Danach seien sie wieder laufen gelassen worden.

Die genaue Zahl der mitgenommenen Demonstranten war am Samstagabend noch unklar. Die Angehaltenen würden wegen Landfriedensbruch sowie einige wegen weiteren Delikten angezeigt, hiess es im Communiqué. Die Polizei habe bei mehreren Demonstranten "gefährliche Gegenstände" sichergestellt. Gemäss Sigrist waren auch Hochgeschwindigkeitsschleudern darunter.

Anti-Repressionsdemo

Nach Darstellung von Demonstrationsteilnehmern auf der Internetseite Indymedia.ch ging die Aggression von der Polizei aus. Der Demonstrationszug sei in der Junkerngasse eingekesselt worden und die Polizei nehme Menschen von innerhalb und ausserhalb des Kessels fest, hiess es in am Samstagnachmittag auf Indymedia gestellten Kommentaren. Von Seiten der Demonstranten sei "kaum was ausgegangen".

Im Internet war im Vorfeld ein Aufruf zu einer Anti-Repressionsdemonstration in Bern kursiert. Diese richtete sich demnach unter anderem gegen das Gewaltmonopol der Polizei allgemein und gegen die Berner Polizei. Diese habe bei einem Einsatz gegen Migranten in der Berner Reitschule kürzlich eine Mitarbeiterin verletzt, schrieben die Organisatoren auf Indymedia.

Die Demonstration richtete sich auch gegen den "täglichen Druck der Wirtschaftsdiktatur, welche die Menschen zu Konkurrenzdenken, Profimaximierung und Ausbeutung zwingt".

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SDA-ATS