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Zusammenstösse zwischen Polizei und Demonstranten in Brasilien

Bei Protesten in den brasilianischen Metropolen São Paulo und Rio de Janeiro gegen Fahrpreiserhöhungen im Nahverkehr ist es zu Zusammenstössen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen.

In São Paulo kamen am Freitag (Ortszeit) rund 3000 Menschen zusammen, um gegen die ab Samstag geltenden neuen Tarife zu demonstrieren. Als die Lage eskalierte, setzte die Polizei laut Augenzeugen Tränengas und Wasserwerfer ein.

Die Kundgebung verlief grösstenteils friedlich. Gegen Ende warfen jedoch einige junge Demonstranten Steine und errichteten Barrikaden aus Abfall und Holz, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Sicherheitskräfte versuchten, die Menge mit Wasserwerfern und Tränengas auseinanderzutreiben.

Dennoch hätten die Demonstranten einen Bus, mehrere Zeitungskioske sowie eine Bank beschädigt, erklärte die Militärpolizei im Kurznachrichtendienst Twitter. Behördenangaben zufolge wurden drei Polizisten verletzt. 17 Demonstranten seien festgenommen worden. Die Preise für Bustickets sollen am Samstag in São Paulo von 3,50 auf 3,80 Real (umgerechnet von 86 auf 93 Rappen) erhöht werden. Die letzte Erhöhung fand vor etwa einem Jahr statt.

Ähnlich verliefen die Proteste in Rio de Janeiro, wo die Ticketpreise ebenfalls steigen sollen. Eine Kundgebung in der Stadt Belo Horizonte verlief dagegen friedlich.

Im Jahr 2013 hatten sich Demonstrationen gegen Fahrpreiserhöhungen zu landesweiten zum Teil gewalttätigen Massenprotesten gegen soziale Missstände ausgeweitet.

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