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Zwei der drei Delfine des Freizeitparks Conny-Land in Lipperswil TG sind umgesiedelt worden. Das geht aus der Einladung zu einer Medienkonferenz des Conny-Land für den (morgigen) Montag hervor. Angaben zum Verbleib des dritten Delfins, der zuletzt im Delfinarium lebte, wurden keine gemacht.

Die Einladung trägt den Titel "Zwei der Conny-Land Delfine erfolgreich umgesiedelt - Trauriges Ende einer Ära nach über 40 Jahren Delfin-Haltung in der Schweiz". Es wurden keine Angaben gemacht, welche beiden der drei Delfine umgesiedelt wurden - ob Angel (8 Jahre), Secret (2) oder deren Mutter Chicky (27).

Eine Anfrage der Nachrichtenagentur sda beantwortete das Conny-Land am Sonntag nicht. In der Einladung gab es auch keine Angaben dazu, wo die Delfine ein neues Zuhause gefunden haben. Der Freizeitpark hält dies bislang geheim.

Neue Heimat auf Jamaika?

Gemäss dem "SonntagsBlick" zogen die Delfine in einen Meerespark auf der Karibikinsel Jamaika um. Die Tiere sollen am Samstag von Lipperswil zum Flughafen Zürich-Kloten gebracht und von dort direkt nach Jamaika ausgeflogen worden sein.

Der Transport nach Zürich sei von der Polizei abgesichert worden. Die Delfine seien zudem auf ihrer Reise von Tierärzten und Pflegern begleitet worden, schrieb die Zeitung. Demnach werden die Delfine aus Lipperswil in den Meerespark "Dolphin Cove" in einer Bucht an der Nordküste von Jamaika angesiedelt werden.

"Dolphin Cove" ist nach eigener Darstellung im Internet eine Touristenattraktion auf Jamaika. Besucher können dort mit Delfinen schwimmen.

Ende einer Ära

Mitte Oktober hatten Chicky, Angel und Secret zum letzten Mal vor Publikum in Lipperswil ihre Sprünge gezeigt. Danach wurde das letzte Delfinarium der Schweiz geschlossen.

Mit diesem Auftritt ging eine Ära zu Ende: Ein vom National- und Ständerat Mitte 2012 beschlossenen Importverbot für Delfine bedeutet für das Delfinarium das Aus. Eine natürliche Nachzucht ist mit drei verbleibenden Tieren nicht möglich.

Doppelter Delfintod

Das Conny-Land war vor zwei Jahren in die Schlagzeilen geraten: Damals starben innert einer Woche zwei Delfine. Dies rief Tierschützer auf den Plan, und es kam zu einer Strafuntersuchung.

Die Thurgauer Staatsanwaltschaft kam zum Schluss, die Delfine seien an einer Gehirnschädigung als Folge von zu hoher Antibiotika-Verabreichung gestorben. Ein deutscher Tierarzt wurde mit 4000 Franken gebüsst, das Verfahren gegen einen zweiten, ortsansässigen Veterinär wurde eingestellt.

Conny-Land-Geschäftsführer Erich Brandenberger zweifelte die Untersuchung der Staatsanwaltschaft an. Die beiden Delfine seien vergiftet worden, zeigte sich Brandenberger noch im vergangenen Juli überzeugt.

SDA-ATS