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Zwei deutsche Soldaten bei Anschlag in Afghanistan getötet

Bei einem Selbstmordanschlag der Taliban in Afghanistan sind nach Angaben der deutschen Regierung zwei Bundeswehrsoldaten getötet worden. Fünf weitere Soldaten wurden verletzt.

Vier Soldaten seien leicht und ein weiterer schwer verletzt worden, teilte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr am Samstagabend mit. Zuvor hatte die Bundeswehr von drei verletzten deutschen Soldaten gesprochen. Unter den Verletzten ist der Kommandant der Internationalen Schutztruppe ISAF in Nordafghanistan, der deutsche General Markus Kneip.

Kanzlerin Angela Merkel nahm die Nachricht vom Tod der deutschen Soldaten "schockiert und traurig" auf. "Dieser terroristische Anschlag zeigt eine mörderische Menschenverachtung", sagte sie in der in Berlin verbreiteten Erklärung.

Der Anschlag wurde in der östlich von Kundus gelegenen Provinz Tachar verübt. Er richtete sich gegen ein Treffen ranghoher Sicherheitskräfte am Sitz des Provinzgouverneurs in der Stadt Talokan.

Gouverneur verletzt

Insgesamt sollen dabei sieben Menschen getötet worden sein. Auf afghanischer Seite starben der Polizeikommandant für den Norden des Landes, Daud Daud, sowie der Polizeichef der Provinz Tachar, Schah Dschahan Nuri. Unter den Verletzten sei auch Gouverneur Abdul Jabar Taqwa, sagte dessen Sprecher, Fais Mohammad Tawhidi.

Der Anschlag habe sich nach dem Treffen zu Sicherheitsfragen ereignet, sagte ein anderer Mitarbeiter Taqwas. "Zum Ende des Treffens, als wir gehen wollten, wartete ein Selbstmordattentäter auf dem Flur und sprengte sich in die Luft."

Bekenntnis der Taliban

Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu dem Anschlag. Ihr Sprecher Sabihullah Mudschahid sagte, die meisten Teilnehmer des Sicherheitstreffens seien bei dem Anschlag getötet worden.

Am Bundeswehrlager in Talokan war es erst Mitte Mai zu schweren Ausschreitungen gekommen. Deutsche Soldaten hatten daraufhin gezielt auf Angreifer geschossen. Dabei waren elf Afghanen getötet worden, nach Angaben der Bundeswehr allerdings nicht von deutschen Soldaten sondern von einheimischen Wachleuten.

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