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Einen Tag nach dem Rekordsemesterergebnis von Implenia wollen zwei Grossaktionäre Kasse machen: Die Ammann Gruppe, die der Familie von Bundesrat Johann Schneider-Ammann gehört, und Rudolf Maag planen eine Reduktion ihrer Aktienbeteiligungen.

Zusammengenommen dürfte diese Reduktion rund 10 Prozent des Implenia-Aktienkapitals ausmachen, teilte der grösste Baukonzern der Schweiz am Freitag in einem Communiqué mit. Gemäss Implenia-Angaben hält Rudolf Maag gegenwärtig 10,42 Prozent des Aktienkapitals und die Ammann Group 8,43 Prozent.

Damit sind sie die zweit- und drittgrössten Anteilseigner des Baukonzerns. Grösster Aktionär ist die Parmino Holding von Max Rössler mit 16,34 Prozent des Kapitals.

Einen Grund für den Abbau der Beteiligung hätten die Ammann Gruppe und Rudolf Maag nicht angegeben, sagte Implenia-Finanzchef Beat Fellmann am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Beide Investoren seien seit Jahren an Implenia beteiligt und hätten beim Abwehrkampf gegen den britischen Hedgefund Laxey geholfen.

Laxey hatte fast drei Jahre versucht, die Macht im Baukonzern an sich zu reissen. Im November 2009 warfen die Briten das Handtuch und verkauften ihr Aktienpaket von rund 51 Prozent an verschiedene Investoren. Darunter waren auch die Ammann Gruppe und Rudolf Maag.

"Im Namen unserer Unternehmung bedanke ich mich bei der Ammann Gruppe und Rudolf Maag für ihr Vertrauen und ihre Treue", wird Implenia-Chef Anton Affentranger in der Mitteilung zitiert: "Wir freuen uns, dass beide Aktionäre auch weiterhin an Implenia beteiligt bleiben."

Kursknick

Implenia erachte die Veränderungen im Aktionariat als Chance, den Streubesitz der Titel zu erhöhen. Analysten der Bank Vontobel rechnen gemäss der Nachrichtenagentur AWP mit einer Vergrösserung des Streubesitzes von 65 auf 75 Prozent.

Die Platzierung der Aktien der Ammann Gruppe und Rudolf Maags dürfte über ein beschleunigtes Preisbildungsverfahren erfolgen, sagte Fellmann. Dieses dürfte nächste Woche über die Bühne gehen.

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SDA-ATS