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Am Berg Rinjani auf der Insel Lombok kam es nach den Beben zu Erdrutschen. (Archivbild)

KEYSTONE/AP

(sda-ats)

Die indonesische Ferieninsel Lombok kommt nicht zur Ruhe: Am Sonntag wurde sie binnen eines Tages von zwei schweren Erdstössen erschüttert.

Am späten Abend (Ortszeit) gab es laut US-Erdbebenwarte einen Erdstoss der Stärke 6,9. Rund zwölf Stunden zuvor hatte es ein Beben der Stärke 6,3 gegeben. Berichte über Todesopfer lagen zunächst nicht vor.

Vor zwei Wochen hatte ein Erdbeben auf Lombok mehr als 480 Menschen das Leben gekostet. Das erste Beben am Sonntag ereignete sich zur Mittagszeit, das zweite kam am späten Abend. Beide Male lag das Epizentrum im Osten der Insel.

Der Sprecher der Katastrophenschutzbehörde, Sutopo Purwo Nugroho schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter, die abendlichen Beben hätten zu Stromausfällen in weiten Teilen der Insel geführt. "Es ist stockfinster", schrieb er. Es gebe immer wieder Nachbeben.

Ein Einwohner von Lombok, Agus Sali, sagte der Nachrichtenagentur AFP am späten Abend, er sei von dem Erdstoss geweckt worden. Er sei "unglaublich stark" gewesen, alles habe gewackelt. "Wir haben in einem Notfallzelt übernachtet. Ich war gerade erst eingeschlafen, als es plötzlich angefangen hat zu beben. Alle sind weinend und schreiend auf die Strasse gelaufen." Durch das Beben sei die Stromversorgung unterbrochen worden.

Erdbeben auch auf Bali spürbar

Einwohnern zufolge waren die Erschütterungen des ersten Bebens auf der gesamten Insel sowie auf der benachbarten Ferieninsel Bali zu spüren. Laut dem Sprecher der Katastrophenschutzbehörde löste das Beben Panik aus. Bewohner seien aus ihren Häusern geflohen, sagte er dem Sender Metro TV.

Mindestens ein Mensch sei leicht verletzt worden, zwei weitere Menschen seien in Ohnmacht gefallen. Mehrere Gebäude wurden nach Behördenangaben beschädigt oder zerstört.

An dem Berg Rinjani ereigneten sich als Folge des ersten Bebens am Sonntag mehrere Erdrutsche. Das Gebiet ist seit einem Beben Ende Juni mit 16 Toten für Wanderer gesperrt. Dennoch werde die Gegend nach möglichen Opfern abgesucht, erklärte die Katastrophenschutzbehörde.

Am 5. August waren auf Lombok bei einem Beben der Stärke 6,9 mehr als 480 Menschen getötet und tausende weitere verletzt worden. Zehntausende Häuser, Moscheen und Geschäfte wurden beschädigt, mehr als 350'000 Menschen wurden obdachlos. Sie schlafen in Zelten oder unter Planen.

Der Schaden dieses Bebens, das wie der jüngste Erdstoss eine Stärke von 6,9 hatte, übersteigt nach Schätzungen der Behörde voraussichtlich einen Betrag von 500 Millionen US-Dollar.

Das aus zahlreichen Inseln bestehende Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, an dem tektonische Platten aufeinander stossen. Erdbeben und Vulkanausbrüche sind dort besonders häufig.

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SDA-ATS