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Kabul/Islamabad - Die radikal-islamischen Taliban haben in Afghanistan zwei US-Soldaten verschleppt und einen davon getötet, wie ein Sprecher der Gruppe am Sonntag mitteilte. Die Führung der Organisation werde später über das Schicksal des Soldaten entscheiden.
Nach Angaben der Internationalen Afghanistan-Schutztruppe (ISAF) hatten die beiden Amerikaner am Freitag ihren Stützpunkt in Kabul mit einem Fahrzeug Richtung Süden verlassen und waren nicht zurückgekehrt.
Die ISAF setzte am Sonntag südlich der Hauptstadt Kabul mit Flugzeugen und Helikoptern die Suche nach den beiden verschwundenen Männern fort. Offiziell gelten sie als vermisst. Die ISAF sprach nicht von Entführung. Das US-Militär soll ein Belohnung von 20'000 Dollar für Hinweise ausgesetzt haben.
Die Taliban haben seit mehr als einem Jahr auch den US-Soldaten Bowe Bergdahl in ihrer Gewalt. Zuletzt war im April ein Propaganda-Videos mit Aufnahmen des Entführten veröffentlicht worden.
Fünf weitere US-Soldaten kamen am Wochenende bei Bombenanschlägen im Süden Afghanistans ums Leben. Das teilte die ISAF mit, ohne Einzelheiten zu nennen. Die US-Armee bestätigte, dass es sich bei den Toten um Amerikaner handelt.
Die Zahl der in Afghanistan getöteten ausländischen Soldaten ist in den vergangen Monaten stark gestiegen. Laut der Zählung des unabhängigen Internetdienstes icasualties.org verloren seit Jahresbeginn fast 400 ISAF-Angehörige ihr Leben.
Im pakistanischen Stammesgebiet Süd-Waziristan wurden unterdessen mindestens 19 mutmassliche Taliban-Kämpfer bei zwei Drohnenangriffen des US-Militärs getötet. Wie aus Geheimdienstkreisen im Grenzgebiet zu Afghanistan verlautete, starben beim ersten Angriff am Samstag 16 Menschen, darunter ein einflussreicher Kommandant der Aufständischen. Drei weitere Extremisten seien am Sonntag durch Raketenbeschuss unbemannter US-Flugzeuge ums Leben gekommen.

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SDA-ATS