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Paris - Nach 16 Jahren Haft ist ein verurteilter Mörder in Frankreich aus dem Gefängnis entlassen worden, weil es inzwischen schwerwiegende Zweifel an seiner Schuld gibt.
Der als "Schlächter von Sarthe" bekanntgewordene Danny Leprince sollte wegen vierfachen Mordes eine 22-jährige Haftstrafe verbüssen. Nun tauchten jedoch Hinweise auf, dass der Verurteilte zum Zeitpunkt der grausamen Morde gar nicht am Tatort gewesen sein kann. Am Donnerstag konnte er seine Zelle verlassen.
"Uns liegen eine Reihe von Indizien vor, die alle zum selben Schluss führen: Leprince ist unschuldig", sagte der Anwalt des Verurteilten nach der Entlassung dem französischen Sender LCI. Sein Mandant sei äusserst bewegt gewesen, als er ihm die Nachricht überbringen konnte.
Richter im nordwestfranzösischen Le Mans hatten Leprince für schuldig befunden, im Jahr 1994 seinen Bruder, seine Schwägerin sowie zwei Nichten mit einem Metzgermesser getötet zu haben. Motiv sollen laut Anklage Eifersucht und Schulden bei dem Bruder gewesen sein. Der Familienvater beteuerte stets seine Unschuld.
Leprince bleibt nun solange unter Polizeiaufsicht, bis eine endgültige Entscheidung über das weitere Vorgehen getroffen ist. Ein Gericht muss entscheiden, ob es ein neues Verfahren gibt oder ob es sofort ganz eingestellt wird. Auch eine erneute Verhaftung ist möglich. Am 1. Juli hatte ein Revisionsausschuss überraschend die Freilassung angeordnet.
Sollte der 53-Jährige auf freiem Fuss bleiben, will er nach Angaben der französische Tageszeitung "Le Parisien" mit seiner Ehefrau Béatrice ein neues Leben in einer neuen Stadt beginnen. Die beiden hatten im Gefängnis geheiratet.

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SDA-ATS