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Im nordirische Belfast haben sich in der Nacht zum Mittwoch zum zweiten Mal in Folge pro-britische Protestanten und Katholiken schwere Strassenkämpfe geliefert. Rund 700 Menschen bewarfen sich mit Flaschen und Steinen, mehrere Schüsse fielen, wie die Polizei berichtete.

Ein Pressefotograf geriet zwischen die Fronten und erlitt Schussverletzungen am Bein. Die Polizei war mit einem grossen Aufgebot präsent und setzte unter anderem Wasserwerfer ein, um die Gegner auseinander zu bringen.

Bereits in der Nacht zum Dienstag waren in dem Viertel in Belfast, in der eine kleine Gruppe Katholiken inmitten einer hauptsächlich protestantischen Nachbarschaft wohnt, Unruhen ausgebrochen.

Polizei: Schwerste Kämpfe seit Jahren

In der britischen Region Nordirland kämpfen seit Jahrzehnten gewaltbereite Protestanten, die weiterhin zum Vereinigten Königreich gehören wollen, gegen katholische Republikaner. Diese fordern, dass die Region in die unabhängige Republik Irland eingegliedert wird.

Die jüngsten Strassenkämpfe in Belfast werden von der Polizei als die schwersten seit Jahren bezeichnet. Am Vortag waren sie von der radikalen protestantischen Gruppe UVP (Ulster Volunteer Force) begonnen worden.

Politiker verurteilten die Angriffe. Es sei enttäuschend, dass der seit Jahren erfolgreich laufende Friedensprozess immer wieder von einigen wenigen gestört werde, sagte etwa der nordirische Ministerpräsident Peter Robinson.

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SDA-ATS