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Zweite Person in der Schweiz an EHEC erkrankt

In der Schweiz ist eine weitere Person nach einer Reise nach Deutschland am Darmbakterium EHEC erkrankt. Dies meldete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag. Der Zustand beider Patienten ist stabil, die Krankheit verläuft ohne Komplikationen.

Das Nationale Referenzzentrum für enteropathogene Bakterien (NENT) hat nachgewiesen, dass sie mit jenem Bakterienstamm infiziert wurden, der in Deutschland bereits 15 Todesopfer verursacht hat. In der Schweiz wurden seit Jahresbeginn 23 EHEC-Fälle gemeldet, 10 davon seit Anfang Mai.

Diese Zahl ist nicht aussergewöhnlich. Pro Jahr gibt es in der Schweiz 50 bis 70 Krankheitsfälle. Obwohl im Mai etwas mehr Fälle als in den Vorjahren gemeldet worden seien, liege die Zahl im laufenden Jahr noch im üblichen Rahmen, schreibt das BAG. Es rechnet aber damit, dass wegen der erhöhten Aufmerksamkeit zahlreiche weitere Fälle gemeldet werden.

Erster EHEC-Todesfall in Schweden

In Schweden ist inzwischen erstmals ein Patient an dem EHEC-Darmkeim gestorben. Wie das Krankenhaus Södra Älvsborg im südschwedischen Borås am Dienstag mitteilte, starb eine Frau im Alter zwischen 50 und 60 Jahren. Sie war am Sonntag eingeliefert worden und hatte vor ihrer Erkrankung eine Deutschland-Reise gemacht.

Es ist der erste EHEC-Todesfall ausserhalb Deutschlands. Nach Behördenangaben aus Stockholm werden derzeit in Schweden knapp 40 nachgewiesene EHEC-Erkrankungen behandelt. Bei 15 davon gebe es auch Schädigungen der Nierenfunktion (HUS). Alle Patienten hätten sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in Deutschland infiziert.

Im benachbarten Dänemark erhöhte sich die Zahl der EHEC-Kranken auf 14. Aus Norwegen wurde bisher eine Erkrankung gemeldet.

In Deutschland starben in den vergangenen Wochen 15 Menschen an EHEC. Beim 15. Opfer handelt es sich um eine 87-jährige Frau, die in einem Paderborner Spital am Dienstag an der Darminfektion starb. Die Frau war seit Montag vergangener Woche wegen schwerem Durchfall und später weiterer Komplikationen mit dem Darms in der Klinik behandelt worden.

Suche nach EHEC-Bakterium beginnt von vorne

Die Ursache für die EHEC-Erkrankungswelle ist derweil wieder völlig offen. Auf zwei spanischen Gurken in Hamburg, die zunächst als eine Quelle der Erreger galten, fanden sich zwar EHEC-Keime - aber nicht die des derzeit grassierenden Typs O104.

"Unsere Hoffnung, die Quelle der schweren Komplikationsfälle mit HUS-Syndrom zu entdecken, hat sich bei diesen ersten Ergebnissen leider nicht erfüllt", sagte Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks am Dienstag.

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