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Zwiebelkränze und Konfettischlacht in der Berner Altstadt

Dieser Inhalt wurde am 23. November 2009 - 05:06 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - In den Gassen der Berner Altstadt herrscht seit den frühen Morgenstunden reges Treiben. Wie an jedem vierten Montag des Monats November findet auch heuer der traditionelle Zibelemärit statt.
Mehrere Dutzend Tonnen Zwiebeln, kunstvoll zu Zöpfel geflochten, wurden aufgefahren und von den zahlreichen Marktständen ausgelegt. Bereits um 5 Uhr morgens herrschte in den Gassen ein "Gstungg". Zum Zibelemärit gehören auch Konfetti sowie die nicht auszurottenden Plastikhämmer, die auf mehr oder oder weniger harte Bernerschädel niedersausen.
Fester Bestandteil ist zudem die Verleihung des Bärendreck-Preises um 7 Uhr morgens beim Bärengraben für besondere Verdienste um die Stadt Bern. Der sogenannte "Bärentrust" vergibt den Preis in diesem Jahr an die Bewohner des Wohnblocks B im Berner Gäbelbach-Quartier.
Die Auszeichnung erfolgt als Dank dafür, "dass sie televisionären Belcanto in Waschküche und Treppenhaus möglich gemacht haben", wie der "Bärentrust" in einer Mitteilung schreibt. Der Gäbelbach mit seinen markanten Hochhäusern war Ende September in eine Bühne für die Live-Inszenierung des Schweizer Fernsehens von Giacomo Puccinis Oper "La Bohème" verwandelt worden.
Wie alt der Zibelemärit ist, bleibt wohl für alle Zeiten ungeklärt: Ein Teil der Historiker ist überzeugt, dass er auf den Stadtbrand von 1405 zurückgeht, andere halten diesen "Zwiebeldank" an die Freiburger für Hilfe in der Not überhaupt nicht für erwiesen und setzen den Ursprung im 19. Jahrhundert an.

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