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UNO-Generalsekretär Antonio Guterres mit dem griechisch-zyprischen Präsidenten Nicos Anastasiades (l) und dem Präsidenten der international nicht anerkannten türkischen Republik Nordzypern, Mustafa Akinci

KEYSTONE/FR61802 AP/CRAIG RUTTLE

(sda-ats)

Die Verhandlungen über die Wiedervereinigung Zyperns sollen noch in diesem Monat in Genf wieder aufgenommen werden. Das gab UNO-Generalsekretär Antonio Guterres am Sonntag (Ortszeit) nach vierstündigen Gesprächen mit den Präsidenten beider Inselteile bekannt.

Guterres sagte, er habe sich mit ihnen auf eine Wiederaufnahme der Verhandlungen "im Juni" geeinigt. Einen konkreten Termin nannte der UNO-Generalsekretär nicht. Er hatte in New York die Wiederaufnahme der Gespräche mit dem griechisch-zyprischen Präsidenten Nicos Anastasiades und dem Präsidenten der international nicht anerkannten Türkischen Republik Nordzypern, Mustafa Akinci, vereinbart.

Die von der UNO vermittelten Gespräche über eine mögliche Wiedervereinigung Zyperns waren Ende Mai ergebnislos abgebrochen worden, weil sich beide Seiten nicht auf die Rahmenbedingungen für weitere Verhandlungen einigen konnten.

Zypern ist seit einem griechisch-zyprischen Putsch und einer anschliessenden türkischen Militärintervention 1974 geteilt. Völkerrechtlich ist die ganze Mittelmeerinsel seit dem 1. Mai 2004 Mitglied der Europäischen Union.

Das EU-Regelwerk findet im türkisch kontrollierten Norden jedoch keine Anwendung. Ziel der jahrzehntelangen Lösungssuche wäre eine Föderation.

Knackpunkt sind vor allem die 35'000 türkischen Soldaten im Norden Zyperns. Sie sollen die Sicherheit der türkisch-zyprischen Minderheit garantieren, argumentiert die türkisch-zyprische Seite. Die griechischen Zyprer fordern jedoch den Abzug aller Truppen. Ein EU-Land brauche keine Garantiemächte und Besatzungstruppen, sagte der zyprische Präsident Anastasiades.

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SDA-ATS