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BERLIN (awp international) - Allianz-Chef Michael Diekmann hat bei den angestrebten schärferen Eigenkapitalregeln für die Finanzindustrie vor einer Gleichbehandlung von Versicherungen und Banken gewarnt. Dies würde Versicherer unnötig schwächen, sagte Diekmann am Mittwoch. "Hier gibt es Grund zur Sorge." Er warnte vor überzogenen Ansätzen und einer geforderten Kapitalaufnahme "aus unsinnigen Gründen".
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sprach sich erneut für eine "wohldosierte" Ausstiegsstrategie aus den milliardenschweren Hilfsprogrammen der Staaten und Notenbanken gegen die Krise aus. Er habe manchmal die Sorge, dass die Bereitschaft der Finanzbranche zur Einsicht begrenzt gewesen sei oder wieder abnehme, sagte er.
Schäuble bekräftigte Pläne für eine Beteiligung des Finanzsektors an den Krisenlasten: "Wir müssen relativ bald zu einer Entscheidung kommen." Mit Blick auf die Debatte über den Umgang mit grossen und wichtigen ("systemrelevanten") Finanzkonzernen bei Schieflagen sagte Schäuble, es gebe Grund zur Hoffnung, dass es gelinge - auch in enger Abstimmung mit Frankreich -, die geplanten Instrumente in eine europäische Struktur einzubinden.
Nach den Worten von Allianzchef Diekmann ist die Ansteckungsgefahr bei einer Schieflage eines Unternehmens im Kerngeschäft der Versicherungswirtschaft wesentlich geringer als bei Kreditinstituten. Es gebe reichlich Vorschläge, es herrsche aber Ratlosigkeit darüber, wie die Massnahmen wirken und international umgesetzt werden können - ohne Schlupflöcher und ohne Schaden für eine Volkswirtschaft.
Die aktuelle Finanzkrise ist aus Sicht des Vorstandschefs von Europas grösstem Versicherungskonzern noch nicht überstanden: "Es flackern immer wieder neue Brandherde auf." Ärgerlich sei auch, dass Marktteilnehmer mit permanenten Stresstests die Lage verschärften. Auch Schäuble sagte, ganz sei die Krise noch nicht überwunden. Zu grossen Teilen gebe es noch keinen selbsttragenden Aufschwung./sl/DP/fn

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