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(neu: Aktienkurs, Analystenstimme)
MÜNCHEN (awp international) - Europas grösster Versicherer Allianz sieht sich nach einem Milliardengewinn im zweiten Quartal auf Kurs zu seinem Jahresziel. Erdbeben, Stürme und die Ölpest im Golf von Mexiko warfen den Konzern im ersten Halbjahr nicht aus der Bahn. Vorstandschef Michael Diekmann zeigte sich bei der Vorlage des Zwischenberichts am Freitag "zuversichtlich, dass wir unsere Prognose für das Gesamtjahr für das operative Ergebnis von rund 7,2 Milliarden Euro mit einer Schwankungsbreite von 500 Millionen Euro nach oben oder unten erfüllen können". Dank eines Gewinnsprungs im zweiten Quartal hat die Allianz nach den ersten sechs Monaten davon bereits 3,9 Milliarden Euro erreicht.
Unter dem Strich ging der Gewinn im zweiten Jahresviertel hingegen stärker als erwartet um fast die Hälfte auf gut eine Milliarde Euro zurück. Ein Jahr zuvor hatte der Konzern alleine mit dem Verkauf von Aktien der chinesischen Bank ICBC einen Sondererlös von fast 660 Millionen Euro eingestrichen.
AKTIE LEGT ZU
Die Allianz-Aktie reagierte am Morgen mit einem Kurssprung auf die Nachrichten. Zu Handelsbeginn legte sie in Frankfurt um 0,93 Prozent auf 91,00 Euro zu. Analyst Roland Pfänder von der Commerzbank zeigte sich von der Entwicklung aller Geschäftsbereiche positiv überrascht. Ein Börsianer monierte hingegen den geringeren Überschuss, der den Anstieg des operativen Gewinns nicht widerspiegele.
Ihr Geschäft konnte die Allianz im zweiten Quartal deutlich ausweiten. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14,5 Prozent auf 25,4 Milliarden Euro. Der operative Gewinn wuchs um 23 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro.
HÖHERER GEWINN IN SCHADEN- UND UNFALLVERSICHERUNG
Die Steigerung verdankt die Allianz vor allem ihrem Kerngeschäft, der Schaden- und Unfallversicherung, sowie dem Geschäft mit Investmentfonds. Die Schaden- und Unfallversicherung verbesserte ihr operatives Ergebnis trotz der Katastrophen um 28 Prozent auf gut 1,1 Milliarden Euro. Im Gegensatz zum ersten Quartal, als das Erdbeben in Chile und der europäische Wintersturm "Xynthia" den Gewinn belastet hatten, reichten die Beitragseinnahmen im zweiten Quartal wieder aus, um die Kosten für Schäden und Verwaltung zu decken. Von dem Untergang der Bohrinsel "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko ist die Allianz früheren Aussagen zufolge kaum betroffen.
Das in der Sparte Asset Management gebündelte Fondsgeschäft konnte seinen operativen Gewinn auf 516 Millionen Euro mehr als verdoppeln. Die Sparte habe nun in sechs aufeinanderfolgenden Quartalen mehr Kundengelder hinzugewonnen als abgegeben, stellte Vorstandsmitglied Oliver Bäte heraus.
LEBENSVERSICHERUNG VERDIENT WENIGER
In der Lebens- und Krankenversicherung konnte die Allianz den Gewinn des Vorjahres nicht wiederholen. Das operative Ergebnis ging um 28 Prozent auf 713 Millionen Euro zurück. Das Management führte dies auf die starke Erholung der Finanzmärkte vor einem Jahr zurück, durch welche die Sparte damals besonders gut verdient hatte. Der Umsatz der Sparte legte hingegen um ein Fünftel auf 14,1 Milliarden Euro zu. Dazu habe die starke Nachfrage nach Anlageprodukten wie fondsgebundenen und traditionellen Lebensversicherungen beigetragen./stw/she

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