Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

HAMBURG (awp international) - Der Versicherungskonzern Allianz will mit Veränderungen am Betriebsmodell den Verlust von Marktanteilen in Kernsparten stoppen. "Wir akzentuieren und kalkulieren erwartete Belastungen anders. Umsteuerung wäre aber der falsche Begriff", sagte Deutschlandchef Markus Riess der "Financial Times Deutschland" (FTD/Freitag). Die Einführung des Betriebsmodells vor drei Jahren sei ein wichtiger Schritt gewesen. "Er allein ist aber nicht hinreichend für die Qualität, die wir benötigen."
Als Verbesserungen kündigte Riess an, Vertrieb und Betrieb wieder enger zu verzahnen. Die Kapazitäten bei den Allianz-Callcentern - den sogenannten Servicecentern - würden aufgestockt. Ausserdem werde es eine elektronische Vorgangsübersicht geben. "Da kann der Vertreter jederzeit sehen, wo ein kundenrelevanter Vorgang ist, und dort gegebenenfalls intervenieren", sagte Riess. Zudem will der Versicherer seine Kundenbriefe überarbeiten.
Die Allianz hatte 2005 unter der Führung von Konzernchef Michael Diekmann die Organisation im Heimatmarkt grundlegend reformiert und das sogenannte Betriebsmodell eingeführt. Die Versicherer für die Lebensversicherung, das Schaden- und Unfallgeschäft und die Krankenversicherung wurden in der Verwaltung weitgehend zusammengelegt, 5.000 Stellen abgebaut. Die Vertriebsgesellschaften der einzelnen Sparten führte der Konzern in einer separaten Aktiengesellschaft zusammen. Ausserdem richtete er Callcenter ein, die Kunden und Vertreter bedienen.
Diekmann hatte den Umbau mit der hohen Kostenquote begründet - sie lag in der Schaden- und Unfallversicherung (Autos, Gebäude, Haftpflicht- und Unfallrisiken) bei 24,7 Prozent der Beitragseinnahmen, beim Rivalen HUK-Coburg hingegen bei 10,5 Prozent. Allerdings war trotz der Reform der Allianz-Kostensatz 2009 mit 27,8 Prozent höher als 2004.
Riess führt die Allianz Deutschland seit Juli 2010 und kämpft mit der Unzufriedenheit von Angestellten und Vertretern. "Faktisch ist die Allianz in Deutschland heute weiter von den internen und externen Kunden entfernt als zuvor", hatte Markus Dumsch, der Sprecher der Interessengemeinschaft der Allianz-Vertretervereinigungen, laut "FTD" im Oktober kritisiert.
Riess will die Marktführerschaft der Allianz in den Kernsparten nicht kampflos aufgeben. So stehe nicht fest, dass der Konzern die führende Position in der Autoversicherung an die HUK-Coburg verloren habe. Man müsse die endgültigen Zahlen für 2010 abwarten. "Ich gebe den Anspruch nicht auf, mit der Allianz Marktführer auch in der Kraftfahrtversicherung zu bleiben", sagte Riess der "FTD"./stw/zb/tw

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???