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Alpiq/GV: Grundsatzfrage Atomkraftwerke offen - Abschreiber über 35 Mio (AF)

(Mit weiteren Angaben von der Generalversammlung)
Olten SO (awp/sda) - Nach Ansicht des Energiekonzerns Alpiq ist in der Schweiz weder der Ausstieg aus der Atomenergie noch der Verbleib beschlossene Sache. Alpiq will auf die politischen Entscheide flexibel reagieren und sich "nach den Gegebenheiten" orientieren.
Der Energiekonzern hat bisher angefallene Planungskosten für die AKW-Ersatzbauten in Höhe von 35 Mio CHF wegen der vom Bundesrat beschlossenen Sistierung der Rahmenbewilligungsgesuche abgeschrieben. Der Wert der für die Gesuche geleisteten Arbeiten sei nach den Rechnungslegungsstandards nicht mehr gegeben, teilte das Unternehmen am Donnerstag anlässlich der Generalversammlung mit.
Wie Verwaltungsratspräsident Hans Schweickardt in Olten sagte, werde am Schluss das Volk die Antworten geben können und müssen - sei dies über die Wiederaufnahme der Verfahren für neue Kernkraftwerke oder über Volksinitiativen oder die Anpassung von Gesetzen.
Die Existenz der Alpiq als Unternehmen hänge nicht von einer einzelnen Technologie ab, führte Schweickardt aus: "Wir haben zwar unsere Erfahrungen und Überzeugungen. Aber wir sind offen für verschiedene Wege." Man akzeptiere politische Entscheide.
Wenn unter dem Titel Grosskraftwerke nicht mehr neue Kernkraftwerke im Vordergrund stehen würden, so müsse über mehrere neue Gas-Kombi-Kraftwerke geredet werden. Diese seien eine "denkbare Alternative". Zum Plus gehörten die rasche Bauzeit, die tiefen Kosten und die flexible Leistung. Als Minus nannte der Verwaltungsratspräsident die CO2-Emissionen und die Abhängigkeit vom Ausland.
Der Einstieg in das Geschäftsjahr 2011 in den Monaten Januar und Februar verlief nach Aussage von Alpiq-CEO Giovanni Leonardi sehr harzig. Das Erreichen der gesteckten Ziele für 2011 sei sehr anspruchsvoll, hiess es.
Die Aktionäre befürworteten den Antrag des Verwaltungsrates, pro Namenaktie wie im Vorjahr eine Dividende von 8,70 CHF auszuschütten. Die Generalversammlung wählte ausserdem Frédéric Mayoux, Philippe Torrion und Stéphane Tortajada in den Verwaltungsrat anstelle der austretenden Marc Boudier, Guillaume de Forceville und Philippe Huet für die restliche Amtsdauer bis 2012. Alle Gewählten sind Vertreter von Electricité de France.
cc/rt

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