Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

SALZGITTER (awp international) - Der Bahntechnik-Hersteller Alstom will sein Werk in Salzgitter auf jeden Fall erhalten - um wettbewerbsfähiger zu werden, schliesst das französische Unternehmen Stellenkürzungen jedoch weiterhin nicht aus. "Verschiedene Optionen werden durchgespielt. Das besprechen wir aber zunächst intern, die Zahlen der IG Metall sind rein spekulativ", sagte Firmensprecher Immo von Fallois am Freitag. Der vom Betriebsrat befürchtete Abbau von 1400 Jobs sei keinesfalls entschieden. "Es ist richtig, dass wir über Personal-Reduzierungen nachdenken - genauso wie über andere Themen." Ziel von Alstom bleibe es, den Standort trotz schwieriger Marktbedingungen zu sichern.
IG Metall und Betriebsrat werfen der Konzernzentrale in Paris vor, das Salzgitteraner Werk vor allem durch die laufende Berufung neuer Geschäftsführer zu gefährden. Über die drohenden Jobverluste soll in der kommenden Woche nun auch der Wirtschaftsausschuss des Landtags diskutieren. Zuvor ist am Mittwoch eine Protestkundgebung von Belegschaft und Gewerkschaftern in Salzgitter-Lebenstedt geplant, zu der auch Manager aus Frankreich anreisen wollen.
"Ich kann noch nicht bestätigen, dass es gleich zu Gesprächen auf höchster Ebene kommt", meinte von Fallois. Man stehe derzeit aber in ständigem Kontakt zu den Mitarbeitern. In den Tagen nach der Demonstration sollen die Verhandlungen über die Zukunft der Produktion weitergeführt werden. "Das Entscheidende ist, dass wir den Standort wieder profitabel bekommen", sagte der Alstom-Sprecher mit Blick auf die im kommenden Jahr bevorstehende Auftragslücke.
Der Vizechef der CDU-Landtagsfraktion, Dirk Toepffer, hatte Alstom zu einem Bekenntnis für Salzgitter aufgefordert. Er warnte im Fall grösserer Stellenstreichungen vor einem "Knockout" für die ganze Region, die auch zahlreiche Zulieferer in den Abgrund reissen könnte.
Auch aus der IG Metall war Kritik am Management laut geworden. Obwohl sich die rund 2800 Beschäftigten seit dem vergangenen Frühjahr zu Zugeständnissen und Arbeitszeit-Verkürzungen bereiterklärt hätten, verweise die Werksleitung immer wieder auf die Entscheidungshoheit der Führung in Frankreich, sagte Gewerkschafter Horst Ludewig.
Von Fallois verteidigte die bestehenden Abläufe: "Alstom ist ein Weltkonzern, der auch zentrale Entscheidungen treffen muss." Es sei nur in enger Absprache mit der Konzernleitung möglich, an die erfolgreichen Zeiten anzuknüpfen. Eine mangelnde Beteiligung an Bieterverfahren könne man dem Unternehmen nicht anlasten: "Wir haben im Hochgeschwindigkeits- und Nahverkehrsbereich an fast allen wichtigen Ausschreibungen teilgenommen. Aber wir müssen auch sehen, dass wir bei den Aufträgen stärker auf die Profitabilität achten."/jap/DP/fn

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???