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SALZGITTER/HANNOVER (awp international) - Der Bahntechnik-Hersteller Alstom plant den Abbau von 700 Stellen in seinem Werk im niedersächsischen Salzgitter. Die IG Metall kündigte massive Proteste dagegen an. Der französische Konzern teilte am Dienstag mit, man reagiere mit der Reduzierung der Belegschaft auf eine nicht ausreichende Auslastung.
Auch an Standorten der Transport-Sparte in Spanien und Italien sollen Jobs wegfallen. Aus der Landespolitik kam scharfe Kritik an der Entscheidung. "Angesichts der stabilen Nachfrage nach Schienenfahrzeugen ist sie für mich nicht nachvollziehbar", sagte Ministerpräsident David McAllister (CDU). "Vom Vorstand von Alstom hätte ich mir - auch unter Berücksichtigung der zahlreichen Vorschläge der Arbeitnehmerseite - konstruktive Vorschläge zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit erhofft."
Obwohl es bisher kein Entgegenkommen vom Management gegeben habe, werde das Wirtschaftsministerium in Hannover umgehend neue Gespräche mit der Konzernspitze, den Betriebsräten, der Stadt Salzgitter und der Arbeitsagentur führen, um die Folgen der Stellenstreichungen zu mildern. Die SPD-Landtagsfraktion reagierte mit "Wut und Empörung" auf die Kürzungen. Die Linksfraktion nannte sie einen "herben Schlag für die Beschäftigten und die gesamte Region Salzgitter".
Alstom hatte den Mitgliedern des europäischen Betriebsrates nach eigenen Angaben den Entwurf eines "Anpassungsplans" übermittelt. In Salzgitter hatte es schon in den vergangenen Wochen Proteste gegeben.
Die Belegschaft habe empört auf den angekündigten Abbau von rund 700 der 2800 Arbeitsplätze im Werk Salzgitter reagiert, teilte die IG Metall mit. "Damit wäre das Schicksal des Standortes besiegelt: Diesen Rückzug auf Raten werden wir nicht widerstandslos hinnehmen. Es wird massive Proteste gegen diese irrationale und ökonomisch unsinnige Entscheidung geben", sagte Bezirksleiter Hartmut Meine.
Die Gewerkschaft geht davon aus, dass nicht nur 700, sondern sogar 1400 Arbeitsplätze in Salzgitter betroffen sind. Die Pariser Konzernzentrale von Alstom hatte angekündigt, den Rohbau nach Polen verlagern zu wollen. Spätestens Anfang 2012 werde dann die Produktion nicht mehr ausgelastet sein, befürchten die Betriebsräte./poe/jap/DP/ksb

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