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Unterpremstätten/AT (awp) - Austriamicrosystems (AMS) setzt den seit Ende 2009 dauernden positiven Trend fort. Umsatz und Auftragsbestand legten im zweiten Quartal 2010 erneut kräftig zu und auch die Gewinnziffern verbesserten sich. Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr hat der Chiphersteller zum zweiten Mal angehoben.
Der Umsatz stieg von April bis Juni gegenüber dem Vorjahr um 83% auf 51,7 (28,3) Mio EUR, und auch gegenüber dem ersten Quartal ergab sich eine Steigerung von 18%. Die Bruttomarge erhöhte sich zum Vorjahr auf 47% gegenüber 22% ebenfalls deutlich, wie das Unternehmen am Montagabend mitteilte. Die Gewinnziffern drehten im Vergleich zum Vorjahr wieder ins Plus: Der EBIT erreichte 5,3 (VJ -10,8) Mio EUR (entsprechend einer EBIT-Marge von 10,3%) und der Reingewinn 3,6 Mio EUR (Vorjahr -10,7 Mio).
Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 78% auf 95,7 (53,8) Mio EUR (+77% zu konst. Währungen), der EBIT erreichte 8,4 (-20,6) Mio EUR und der Reingewinn 5,7 (-18,7) Mio EUR.
HOHE AUSLASTUNG
AMS habe von der Rückkehr zu hohen Auslastungsniveaus in der Produktion profitiert, sagte CEO John Heugle am Dienstag bei einer Telefonkonferenz. Das Geschäftsumfeld in der Halbleiterbranche mit einem derzeit knappen Angebot helfe jenen Unternehmen, die in ihre Fertigung weiter investiert hätten.
Im Bereich Consumer & Communications habe sich das aktive Bestellverhalten der Kundschaft über die verschiedenen Produktbereiche hinweg fortgesetzt, und auch die Liefermengen für MEMS-Mikrofon-Treiber würden einen weiterhin starken Aufwärtstrend im Einklang mit den eigenen Erwartungen zeigen, hiess es weiter.
Die Resultate des Bereichs Industrie & Medizinaltechnik werden von AMS als "gut" bezeichnet. Im Industriemarkt seien sie massgeblich von anziehenden Volumina im Sensor- und Encoder-Geschäft bestimmt gewesen, die Liefermengen hätten sich hier inzwischen auf frühere Niveaus zurückbewegt. Eine weiterhin "gesunde Nachfrage" gebe es auch im Medizinaltechnikgeschäft. Der Bereich Automotive hat sich laut AMS ebenfalls positiv entwickelt. Liefermengen und Bestellungen würden sich "zügig" in Richtung früheren Niveaus entwickeln.
"ATTRAKTIVES" WACHSTUM ERWARTET
Für das zweite Halbjahr 2010 erwartet das Unternehmen weiterhin ein "attraktives Wachstum" aufgrund der unverändert hohen Nachfrage in den Zielmärkten. Fortlaufend würden gute Auftragseingänge verzeichnet, per Ende Juni lag der Auftragsbestand bei 80,9 Mio EUR, nach 65,5 Mio EUR Ende April. Aktuell liege der Wert nochmals leicht höher, sagte CFO Michael Wachsler-Markowitsch.
Beim Rechtsstreit mit der belgischen Melexis rechnet CEO Heugle mit einem Weiterzug des Urteils durch den Wettbewerber. Ein deutsches Gericht hatte AMS in erster Instanz Recht gegeben. Es wurde dem Unternehmen zufolge bestätigt, dass bestimmte Produkte von Melexis ein von AMS gehaltenes Patent für magnetische Encodertechnologie verletzen. "Wir sind zuversichtlich, auch im möglichen weiteren Instanzenweg Recht zu bekommen", erklärte der CEO.
UMSATZ-PROGNOSE ERHÖHT
Die Umsatzwachstumsprognose für das Gesamtjahr wird auf "über 45%" angehoben. Im April hiess es noch, es sei mit einem Umsatzwachstum von 35% zu rechnen. AMS geht zudem von einer weiteren Verbesserung der Bruttogewinnmarge und des Betriebsergebnisses in den restlichen Quartalen 2010 aus.
Für das vierte Quartal hält CFO Michael Wachsler-Markowitsch eine Bruttomarge von 50% weiter für erreichbar. Ein EBIT-Margenziel für das letzte Jahresviertel wollte er nicht mehr nennen. Zuvor wurde eine EBIT-Marge von 15% im vierten Quartal anvisiert. Mittel- bis langfristig sieht das Management eine EBIT-Marge von mehr als 20% möglich.
Mit den Quartalszahlen hat AMS die Markterwartungen einzig beim Umsatz übertroffen. Analysten sprechen dennoch von soliden Zahlen, wollen aber die Entwicklung der operativen Ausgaben im Auge behalten. An der Börse verlieren AMS in einem freundlichen Gesamtmarkt am frühen Nachmittag 2,8% auf 36,65 CHF.
cf/cc

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