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AMS Q3: Verlust auf 0,6 Mio EUR begrenzt - Verbesserung der Geschäftslage (AF)

Dieser Inhalt wurde am 26. Oktober 2009 - 18:50 publiziert

(Ergänzt um weitere Angaben zum Geschäftsverlauf)
Unterpremstätten/AT (awp) - Die Austriamicrosystems AG (AMS) hat im dritten Quartal 2009 noch knapp rote Zahlen geschrieben, den Verlust jedoch gegenüber dem Vorquartal deutlich begrenzt. Die Chipherstellerin verweist auf ein verbessertes geschäftliches Umfeld und rechnet auch im angelaufenen vierten Quartal mit einer positiven Entwicklung.
Im Berichtszeitraum erwirtschaftete das an der SIX Swiss Exchange kotierte, österreichische Unternehmen einem Umsatz von 39,5 (VJ 54,0) Mio EUR und eine Bruttomarge von 37 (51)%. Der EBIT belief sich auf -0,2 (VJ Gewinn 10,0) Mio EUR und der Reinverlust auf 0,6 (VJ Gewinn 9,4) Mio EUR, wie das Unternehmen am Montagabend mitteilte.
Mit den vorgelegten Zahlen hat die Gesellschaft die Markterwartungen übertroffen. Analysten hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) für das dritte Quartal mit einem Umsatz von 35,9 Mio EUR, einem EBIT von -5,0 Mio EUR und einem Reinverlust von 3,2 Mio EUR gerechnet.
AMS war im vierten Quartal 2008 in die roten Zahlen gerutscht und wies zuletzt von April bis Juni einen Reinverlust von 11,2 Mio EUR aus.
Das geschäftliche Umfeld habe sich im abgelaufenen Quartal verbessert, erklärte das Unternehmen nun. Dies gelte insbesondere für den Bereich Kommunikation mit steigenden Volumina und gesünderen Auftragseingängen für Stromversorgungs- und Beleuchtungsmanagement sowie MEMS-Mikrofone. Zugleich seien die Liefermengen für LCD-TV Hintergrundbeleuchtung weiter gestiegen.
Der Markt für Industrieelektronik blieb laut AMS dagegen mit beschränkten Liefervolumina und verhaltener Nachfrage in den meisten Bereichen schwierig. Diese Situation dürfte sich den Angaben zufolge bis ins neue Jahr hinein fortsetzen. Trotz kurzfristiger Orderzyklen und einer weiterhin geringen Visibilität habe das Automotive-Geschäft im dritten Quartal Zeichen einer Verbesserung gezeigt, so die Chipherstellerin.
Diese Entwicklungen hätten gemeinsam zu einer besseren Auslastung der Produktion mit positiven Auswirkungen auf Bruttomarge und EBIT geführt.
Die Barmittel und kurzfristigen Anlagen betrugen 43,6 Mio EUR per Ende September gegenüber 37,5 Mio EUR per Ende Juni. Das Unternehmen verfügt laut Mitteilung über weitere nicht ausgeschöpfte Kreditlinien. Der operative Cash Flow war im dritten Quartal mit 6,2 Mio EUR positiv.
Der Gesamtauftragsbestand (ohne Konsignationslager) belief sich per Ende September auf 35,8 Mio EUR gegenüber 45,0 Mio EUR am Ende des Vorjahresquartals und 35,1 Mio EUR per Ende Juni 2009. Bei den Design-Aktivitäten mit Kunden und den Design-Erfolgen in den Fokusbereichen sprach AMS von einem "robusten Niveau".
Im Rahmen einer strategischen Minderheitsbeteiligung beteiligte sich die Gesellschaft mit 30% an dem privaten US-Unternehmen FlipChip International, einem Anbieter von IP und Produktionsleistungen für Wafer Level Packaging. Die Investitionen von umgerechnt 2,5 Mio EUR sicherten den Zugang zu High-End-Packaging-Technologien sowie Assembly-Kapazitäten für hochvolumige Produktlinien einschliesslich Power Management für Mobiltelefone, hiess es.
Die Chipherstellerin erwartet eine Fortsetzung des verbesserten Geschäftsumfeldes auch im vierten Quartal, dies bei jedoch eingeschränkter Visibilität durch ungleichmässiges und kurzfristiges Orderverhalten. Von Oktober bis Dezember rechnet AMS mit einer positiven Umsatzentwicklung gegenüber dem dritten Quartal in Verbindung mit einem positiven Cash Flow. Der Umsatz im Gesamtjahr 2009 soll mehr als 133 Mio EUR betragen.
cc/mk

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