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Unterpremstätten/AT (awp) - Chiphersteller Austriamicrosystems (AMS) hat den Gewinn im vierten Quartal 2010 gegenüber dem Vorjahr gesteigert und auf Jahressicht wieder schwarze Zahlen geschrieben. Die Anleger sollen nach zweijähriger Durststrecke eine Dividende erhalten und der Ausblick für 2011 fällt positiv aus.
CEO John Heugle sieht das Unternehmen im Markt für analoge Halbleiter gut positioniert, wie er an der Bilanzmedienkonferenz am Mittwoch erklärte. Dieser Markt liegt bei rund 44 Mrd USD und damit bei rund 20% des gesamten Halbleitermarktes. Analoge Chips, die etwa Informationen über Druck und Temperatur übertragen, seien als Ergänzung zu digitalen Chips zu sehen und nicht als Konkurrenz, betonte der AMS-Chef.
WACHSTUMSTRENDS
Als vielversprechend sieht Heugle eine ganze Reihe von Trends, unter anderem die steigende Nachfrage nach LED-Beleuchtung bei Fernsehern. Ende 2011 dürften mehr als 50% der LCD-Fernseher darüber verfügen, sagte er. Handy-Mikrophone und -Kameras sowie RFID-Chips zur Warenverfolgung seien ebenfalls im Aufwind.
Im Geschäftsjahr 2010 kamen AMS nach Einschätzung des CEO knappe Kapazitäten in der Halbleiterbranche zugute. Andere Firmen hätten ihre Produktion zurückgefahren und hätten den Aufträgen zum Teil nicht nachkommen können. "Unsere Kunden waren sehr froh über die antizyklische Strategie, es gab keine Lieferengpässe", so Heugle.
GEWINN GESTEIGERT
Im vierten Quartal verbesserte sich der Reingewinn um ein Mehrfaches auf 9,4 Mio EUR. Der operative Gewinn (EBIT) kletterte auf 9,5 Mio EUR, wie das Unternehmen am Dienstagabend mitteilte. Dies entspricht einer EBIT-Marge von 16% bei einem höheren Umsatz von 57,9 Mio EUR.
Im Geschäftsjahr 2010 lag der Reingewinn bei 23,1 Mio EUR nach einem Vorjahresverlust. Der EBIT betrug 27,1 Mio EUR und die EBIT-Marge 13%, nach einem operativen Verlust im Vorjahr. Die Bruttomarge stieg von 35% auf 48% bei einem höheren Umsatz von 209,4 Mio EUR.
Der Auftragsbestand ohne Konsignationslager belief sich per Ende Dezember auf 66,4 Mio EUR. Aktuell seien es gar "über 70 Mio EUR", sagte CFO Michael Wachsler-Markowitsch vor den Medien. Der operative Cash Flow stieg 2010 gegenüber dem Vorjahr mit 45,7 Mio EUR auf mehr als das Doppelte.
VERSCHULDUNG ABGEBAUT
Die liquiden Mittel erhöhten sich leicht auf 44,2 Mio EUR. Dies trotz eines starken Abbaus der Nettoverschuldung auf 3,5 Mio EUR per Ende 2010. Im ersten Halbjahr 2011 will AMS eine Netto-Cash-Position erreichen, nach einem leichten Mittelabfluss im Jahr 2010. Die Eigenkapitalquote soll von 65% per Ende Jahr künftig auf rund 70% steigen.
Die Aktionäre können an der Generalversammlung über eine Dividende von 0,52 EUR je Aktie abstimmen, nachdem sie in den beiden Vorjahren leer ausgegangen waren. Ob Ausschüttungen künftig auch aus dem Agio möglich wären, wird derzeit geprüft. Aufgrund der Niederlassung in Österreich und der Kotierung in der Schweiz sei AMS aber vorsichtig und eine Dividende aus dem Gewinn sicher die einfachere Variante, sagte der Finanzchef.
AUSBLICK POSITIV
Für das Gesamtjahr 2011 erwartet AMS ein Umsatzwachstum von etwa 10% gegenüber dem Vorjahr und damit oberhalb des erwarteten Marktwachstums. Gleichzeitig geht das Unternehmen von einer positiven Entwicklung der Bruttogewinnmarge und einem stärkeren Wachstum des Ergebnisses im Vergleich zum erwarteten Umsatzwachstum aus.
Für das erste Quartal 2011 stellt AMS ein "starkes" Umsatz- und Ergebniswachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal in Aussicht sowie einen saisonal bedingten Umsatzrückgang gegenüber dem Vorquartal von weniger als 10%.
Mittelfristig strebt das Unternehmen weiterhin eine Bruttomarge von "gut über" 50% und eine EBIT-Marge von mehr als 20% an. Dieses Ziel sei in den nächsten zwei bis drei Jahren erreichbar, sagte CEO Heugle.
Die Markterwartungen wurden weitgehend getroffen. An der Börse kam es zu Gewinnmitnahmen, nach einem Kursanstieg in den Vortagen. Die Aktie verlor am Nachmittag in einem schwachen Umfeld 2,0% auf 47 CHF.
cc/dm

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