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André & Cie gehört nicht mehr zu den Grossen

Die André-Gruppe war erfolgreich im Handel mit Getreide.

(Keystone)

Das Lausanner Rohstoff-Handelshaus André & Cie. restrukturiert zum zweiten Mal innert zwei Jahren. Zwischen 700 bis 900 Beschäftigte werden dadurch ihre Stelle verlieren, davon 75 in Lausanne. Ändern müssen wird sich auch die Firmenkultur.

"Es ist wohl das erste Mal, dass André Zahlen vorlegt", sagte der neue Geschäftsführer Friedrich Sauerländer, am Freitag (19.01) vor den Medien in Lausanne und betonte damit, dass die Zeiten der Diskretion bei der André-Gruppe vorbei seien.

Harte Kritik

Sauerländer, der letzten Oktober eingestellt wurde, zog eine harte Bilanz. Dem Unternehmen fehlten eine Leistungskultur, Kontrollen des Betriebsablaufs, Transparenz, Kommunikation und Führung. In den letzten Jahren hätten sich die schlechten Resultate gejagt. Die Verluste beliefen sich 1999 auf 285 Mio. Dollar (465 Mio. Franken.) und betrugen im letzten Jahr 209 Mio. Dollar.

Drastische Restrukturierung

Der Restrukturierungsplan sehe vor, 2001 wieder schwarze Zahlen zu schreiben, mit einem Reingewinn von 4 Mio. Dollar. "Wir sind überzeugt, dass dies möglich ist. Die André-Gruppe muss sich aber ändern", sagte Sauerländer.

Umsatz deutlich geschrumpft

Der Umsatz, der 1999 noch 5,35 Mrd. Dollar betrug, dürfte 2001 knapp 2,9 Mrd. Dollar erreichen. Das Personal soll praktisch auf einen Viertel des jetzigen Bestandes reduziert werden:

Die Lausanner Firma gehörte noch vor zwanzig Jahren zu den Grossen der Branche. Damals war die Rede von einem Umsatz in Höhe von knapp 10 Mrd. Franken. Dieser Betrag wurde allerdings nie bestätigt. Heute liegt André als mittelgrosses Unternehmen weit hinter Cargill und ADM zurück.

swissinfo und Agenturen

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