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Annemarie Düringer ist neue Trägerin des Alma Seidler Rings

Alma Seidler Ring-Trägerin Annemarie Düringer. Keystone

Die Schweizer Schauspielerin Annemarie Düringer hat am Montagabend (13.11.) den Alma Seidler Ring erhalten. Die Ehrung erfolgte im Rahmen einer Gedenk-Soirée für Paula Wessely im Wiener Akademietheater.

Dieser Inhalt wurde am 14. November 2000 - 15:40 publiziert

Wessely war im Mai im Alter von 93 Jahren verstorben. Sie hatte als bisher einzige Trägerin dieser Auszeichnung in einer testamentarischen Verfügung Düringer als Nachfolgerin bestimmt. Damit wird Düringer, die am 26. November ihren 75. Geburtstag feiert, als "bedeutendste und würdigste Bühnenkünstlerin des deutschsprachigen Theaters" geehrt. Sie muss nun innerhalb von drei Monaten eine Nachfolgerin bestimmen, die nach ihrem Tod den Ring tragen soll.

Annemarie Düringer wurde 1925 in Arlesheim (BL) geboren. Nach dem Besuch der Schauspielschule in Bern liess sie sich in Paris weiter ausbilden. Seit 1949 ist sie Ensemble-Mitglied des Burgtheaters, wo sie als Hermie im "Sommernachtstraum" debütierte. Ab Dezember ist sie dort in Peter Zadeks Inszenierung von Henrik Ibsens "Rosmersholm" als Frau Helseth zu sehen.

Internationale Filmkarriere

Ihr Filmdebüt hatte Düringer 1953 in den Filmen "Feldherrnhügel", "Vor Sonnenuntergang" und "Gefangene der Liebe" an der Seite von Curd Jürgens. Bedeutend war ihre Rolle im Klassiker von Robert Siodmak "Nachts wenn der Teufel kam".

In der Schweiz brillierte sie in Franz Schnyders "Die Käserei in der Vehfreude" (1958) sowie in "Anne Bäbi Jowäger" (1960) nach Jeremias Gotthelf. Ferner wurde sie bekannt an der Seite von Walo Lüönd in Kurt Frühs "Dällebach Kari" (1970) oder in Daniel Schmids "Schatten der Engel" neben Rainer Werner Fassbinder, mit dem sie 1982 als Regisseur auch "Die Sehnsucht der Veronika Voss" drehte.

Zahlreiche Auszeichnungen

1963 wurde Düringer am Burgtheater der Titel einer Kammerschauspielerin verliehen. 1956 wurde ihr der Goldene Bär der Berliner Filmfestspiele als beste Darstellerin zugesprochen, zwei Jahre später erhielt sie den deutschen Bundesfilmpreis.

1974 bekam sie in der Schweiz den Hans-Reinhart-Ring, die höchste Auszeichnung für eine Schauspielerin, und 1977 in Österreich die Joseph-Kainz-Medaille.

swissinfo und Agenturen

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