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NEW YORK (awp international) - Apple-Chef Steve Jobs muss wieder wegen Krankheit kürzertreten. Der Verwaltungsrat habe ihm erlaubt, eine gesundheitsbedingte Auszeit zu nehmen, liess Jobs am Montag mitteilen. Er werde aber Konzernchef bleiben und an wichtigen strategischen Entscheidungen beteiligt sein. Der 55-Jährige nannte keine konkreten Gründe oder einen erwarteten Zeitraum für seine Abwesenheit.
Jobs gilt als zentrale treibende Kraft hinter den Erfolgen des iPhone- und iPad-Herstellers. Deshalb wird seine Gesundheit besonders aufmerksam beobachtet.
Jobs war in den vergangenen Jahren bereits zweimal ernsthaft krank. 2004 wurde er wegen einer Krebserkrankung der Bauchspeicheldrüse operiert und konnte geheilt werden. Im Jahr 2009 musste er sich einer Lebertransplantation unterziehen. Nach seinen Angaben hatte damals ein hormonelles Ungleichgewicht seinen Stoffwechsel durcheinandergebracht und für rapiden Gewichtsverlust gesorgt. Seitdem schien Jobs keine weiteren Gesundheitsprobleme zu haben.
Die operative Führung solle wie bereits bei seiner Abwesenheit 2009 der Manager Tim Cook übernehmen, kündigte Jobs an. Damals hatte die Auszeit das erste Halbjahr gedauert. "Ich liebe Apple so sehr und hoffe so schnell wie ich kann zurückzukommen", schrieb Jobs in einer E-Mail die Mitarbeiter. Bis dahin bitte er um Respekt für seine Privatsphäre.
Die Abwesenheit von Jobs kommt, während Apple mehrere wichtige Ankündigungen bevorstehen. So wird für die nächsten Wochen oder Monate eine zweite Generation des Tablet-Computers iPad erwartet. Ausserdem wurde für demnächst die Ankündigung einer neuen iPad-Zeitung aus dem Haus von Medien-Mogul Rupert Murdoch erwartet. Laut bisherigen Medienberichten wurde damit gerechnet, dass Murdoch und Jobs "The Daily" gemeinsam in San Francisco vorstellen. Als Termin war bereits der 19. Januar kolportiert worden - später hiess es jedoch, die Präsentation müsse um einige Wochen verschoben werden, angeblich, weil noch an der Software gearbeitet werde.
Apple machte die Ankündigung an einem US-Feiertag, dem Martin Luther King Day, so dass es keine Reaktion an der New Yorker Börse geben konnte. Im Frankfurter Handel sackte das Papier umgehend um knapp sieben Prozent auf 242 Euro ab.
Bei den vorherigen Krankheitsfällen von Jobs ging die Aktie zunächst auf Tauchgang. 2009 konnte Cook die Anleger allerdings mit einem stabilen Geschäftsverlauf überzeugen, so dass der Kurs schon vor Jobs' Rückkehr wieder nach oben ging.
Kritisiert wurde in der Vergangenheit auch die Informationspolitik von Apple. So wurden die Gesundheitsprobleme 2004 erst nach der Operation mitgeteilt. Auch die Auszeit ab Januar 2009 wurde erst angekündigt, nachdem bereits monatelang über seinen Gewichtsverlust spekuliert worden war. Die Nachrichten von der Lebertransplantation sickerte zunächst in Medienberichten durch. Anleger monierten, die Gesundheit von Jobs sei angesichts seiner herausragenden Bedeutung für die Firma ein börsenrelevantes Thema./so/DP/he

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