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Arbeitslosigkeit im August weiter gesunken

Die Arbeitslosigkeit ist im August wieder stärker gesunken als im Vormonat. Die Quote lag allerdings zum dritten Mal in Folge bei 1,8 Prozent, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) am Donnerstag (07.09.) mitteilte.

Dieser Inhalt wurde am 07. September 2000 - 11:14 publiziert

Im September dürfte die Arbeitslosigkeit laut seco-Direktor Jean-Luc Nordmann den tiefsten Stand des Jahres erreichen.

Bei den Arbeitsämtern waren Ende August noch 63'708 Menschen als arbeitslos eingeschrieben, 1'432 weniger als im Vormonat, wie das seco weiter bekannt gab. Das ist der tiefste Stand seit Ende 1991.

Im Juli war die Zahl der Arbeitslosen um 822 gesunken. Die Zahl der Stellensuchenden ging um 3'638 auf 112'612 zurück. In neun Kantonen sank die Quote um 0,1 Prozentpunkte. In fünf Kantonen wurde eine Zunahme um 0,1 Punkte und in Appenzell Ausserrhoden um 0,2 Punkte registriert.

Eine unveränderte Quote verzeichneten elf Kantone. Mit Abstand die höchste Arbeitslosigkeit hatte nach wie vor Genf mit 4,2 Prozent (minus 0,1), gefolgt von Waadt mit 2,8 Prozent (minus 0,1) und Tessin mit 2,7 (plus 0,1).

In der Deutschschweiz lag kein Kanton über dem Landesschnitt von 1,8 Prozent. Zürich und Basel-Stadt (beide minus 0,1) verzeichneten eine Quote von 1,8 Prozent. Die tiefste Arbeitslosigkeit hatte Appenzell Innerrhoden mit 0,2 Prozent.

Der moderate Rückgang der Arbeitslosigkeit im August sei erwartet worden, da im Juli und August Schul- und Lehrabgänger auf den Arbeitsmarkt gelangten, sagte Nordmann. Im September erwartet der seco-Direktor aber einen Rückgang auf 1,7 Prozent.

Im Jahresdurchschnitt rechnet das seco weiterhin mit einer Quote von 2,0 Prozent, ein Wert, den die Arbeitslosigkeit aus saisonalen Gründen auch bis Ende Jahr wieder erreichen dürfte.

Arbeitsmarkt teilweise ausgetrocknet

Einzelne Branchen leiden laut Nordmann unter einem ausgetrockneten Arbeitsmarkt. Dies bekämen insbesondere die Telekom- und Informatikbranche, das Gesundheitswesen sowie teilweise das Baugewerbe zu spüren, wo es an Fachkräften fehle.

Für die gute Verfassung des Arbeitsmarktes spreche der deutliche Rückgang der Stellensuchenden, der erneut stärker ausfiel als die Abnahme der Arbeitslosen.

Die Zahl der Ausgesteuerten lag im ersten Halbjahr gar um die Hälfte unter dem Vorjahresniveau. Mit 21 Prozent sei auch der Anteil der Langzeitarbeitslosen auf einem tiefen Niveau. Zurück ging allerdings auch die Zahl der offenen Stellen und zwar um 392 auf 13'071.

Die Kurzarbeit halbierte sich im Berichtsmonat Juli um fast die Hälfte auf rund 10.000 ausgefallene Arbeitsstunden. Es waren 165 Personen in 34 Betrieben von Kurzarbeit betroffen. Im Juli 1999 waren sieben Mal mehr Ausfallstunden verzeichnet worden. In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahren erreichten die Ausfallstunden noch einen Viertel des letzten Jahres.

swissinfo und Agenturen

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