Arbeitslosigkeit steigt weiter an

Das seco rechnet mit einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit. Keystone Archive

Die Arbeitslosigkeit hat im August erneut leicht zugenommen. Es wurden 913 Erwerbslose mehr gezählt als im Vormonat. Die Quote verharrt bei 1,7%. Seco-Direktor Jean-Luc Nordmann rechnet für die kommenden Monate mit einem Anstieg der Quote auf 2,1%.

Dieser Inhalt wurde am 07. September 2001 - 10:36 publiziert

Ende August waren in der Schweiz 61'079 Arbeitslose und 100'552 Stellensuchende eingeschrieben, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) am Freitag mitteilte. Die Zahl der Stellensuchenden blieb praktisch stabil. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen verringerte sich um 805 auf 11'259. Bereits im Juli war die Zahl der Arbeitslosen erstmals in diesem Jahr um 990 Personen angestiegen.

Die erneute Zunahme der Arbeitslosigkeit führt Nordmann einerseits auf die wirtschaftliche Abkühlung zurück. Andererseits hätten auch im August saisonale Gründe wie Schul- und Lehrabgänger mitgespielt.

Im laufenden Monat erwartet Nordmann einen ähnlich hohen Anstieg wie im August. In den folgenden Monaten könne die Arbeitslosigkeit dann aus saisonalen Gründen eine Quote von 2,1% erreichen.

Auch Prognose nach oben korrigiert

Leicht nach oben korrigierte das seco seine Prognosen für das nächste Jahr. Nordmann rechnet im Jahresschnitt 2002 mit 70'000 Arbeitslosen und einer Quote von 1,9%. Für dieses Jahr bleibt es bei der Voraussage von 65'000 Arbeitslosen und einem Anteil von 1,8%. Anhaltspunkte für einen starken Anstieg der Arbeitslosigkeit gebe es keine, sagte der Seco-Direktor weiter.

Zur Zeit finde die Hälfte aller Arbeitslosen innert vier Monaten wieder eine Stelle. Länger als ein Jahr ohne Arbeit sei nur noch ein Sechstel aller Arbeitslosen. Über ein Drittel der Betriebe klage über einen Mangel an qualifiziertem Personal.

Genf weiterhin "führend"

Neun Kantone verzeichneten im August eine Zunahme der Arbeitslosigkeit um 0,1 Prozentpunkte, zwei eine Abnahme um 0,1 Punkte. Die höchste Quote verzeichnete nach wie vor Genf mit 4,2%. Über dem schweizerischen Durchschnitt lagen auch die Kantone Waadt mit 2,7, Tessin mit 2,4, Jura mit 2,1, Neuenburg mit 2,0 und Basel-Stadt mit 1,9%.

swissinfo und Agenturen

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