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Arbeitsmarkt: Entspannung bestätigt sich

Der Stempel im Arbeitslosenbüro wird 2006 wohl etwas weniger gebraucht.

(Keystone)

Nach den ermutigenden Konjunktur-Prognosen zeichnen sich auch bei der Beschäftigung gute Nachrichten ab.

Gegenüber dem Vormonat fiel die Arbeitslosigkeit um 0,2%. Die Quote sank Ende März auf 3,6%. 143'249 Personen waren registriert.

Die Entspannung auf dem Schweizer Arbeitsmarkt geht weiter: Im März sank die Arbeitlosenquote auf 3,6%, nach 3,8% im Vormonat.

Rückgang auch saisonbereinigt

Auch saisonbereinigt ging die Arbeitslosen-Quote weiter zurück. Auf das ganze Jahr gerechnet, dürfte damit die prognostizierte Quote von 3,5% unterschritten werden, wie das Jean-Luc Nordmann, Direktor des Staatssekretariats für Wirtschaft (seco), schon vor einem Monat vor den Medien ankündigte.

Angesichts der rückläufigen Zahl der Arbeitslosen ist es sehr unwahrscheinlich, dass auf Anfang 2007 eine Erhöhung der Lohnabzüge für die Finanzierung der Arbeitslosenversicherung (ALV) nötig wird.

Vorerst noch keine Prämienerhöhung

Mit "an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" gebe es keine Prämienerhöhungen, sagte Nordmann. Diese werde allerdings ein Jahr später dennoch fällig. Nordmann rechnet damit, dass dannzumal die Darlehen der ALV ausgeschöpft sind.

Bereits gestern haben die renommierten Konjunkturforschungs-Institute BAK Basel Economics und die KOF der ETH Zürich ihre Arbeitslosen-Prognosen nach unten revidiert.

Auch sie gehen davon aus, dass über das ganze Jahr 2006 die Arbeitslosen-Quote auf unter 3,5% zu liegen kommt. Für das nächste Jahr rechnen sie gar mit einer Quote von unter 3%.

Auch weniger Stellensuchende

Ende März waren 143'249 Arbeitslose eingeschrieben, wie das seco am Freitag mitteilte. Das waren 6850 weniger als im Vormonat.

Stellensuchende wurden im Berichtsmonat insgesamt 212'486 registriert, was einem Rückgang von 5908 gegenüber dem Vormonat entspricht.

Demgegenüber erhöhte sich die Zahl der gemeldeten offenen Stellen um 750 auf 11'721.

Ausländer und Jugendliche: Verbesserung

Bei den Ausländern (Quote: 6,8%) ging die Arbeitslosigkeit mit –0,4% stärker zurück als bei den Schweizern (Quote: 2,7%) mit –0,1%.

Auch bei den Jugendlichen bis 24 Jahren ging die vergleichsweise hohe Quote von 4,6% um 0,4% zurück.

Fast 57% der im März registrierten Arbeitslosen waren ein bis 6 Monate ohne Beschäftigung, 24% bis ein Jahr und 19% über ein Jahr.

Kantonal verteilt kam Zürich im März auf eine Quote von 3,7%, Basel-Stadt auf 4,1% und das Tessin auf 5,3% und Genf auf 7,1%. Appenzell Innerrhoden mit nur 1,4%, gefolgt von Obwalden mit 1,7% liegen auf der anderen Seite des Landes-Durchschnitts von 3,6%.

2856 Ausgesteuerte im Januar

Die Zahl der Personen, die ihr Recht auf eine Arbeitslosen-Entschädigung im Verlauf des Monats Januar 2006 ausgeschöpft hatten, belief sich laut den Arbeitslosen-Versicherungskassen auf 2856 Personen.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Die Zahlen für die monatliche Arbeitslosen-Statistik werden dem seco von den Regionalen Arbeitsvermittlungs-Zentren (RAV) gemeldet.

Als Arbeitslose gelten Personen, die sich bei einem RAV eingeschrieben haben.

Die Kategorie der Stellensuchenden umfasst zusätzlich zu den Arbeitslosen Angestellte, die eine neue Stelle suchen, Personen in Ausbildung oder in Zwischenlösungen und Ausgesteuerte.

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Fakten

Arbeitslose Schweiz:
März 2006: 143'249
Febr. 2006: 150'099
Jan. 2006: 154'204

Arbeitslosenquote März 2006:
Schweiz: 3,6% (gegenüber 3,9% im März 2005)
Deutsche Schweiz: 3,1%
Westschweiz und Tessin: 5,1%
EU 2005: 8,7%

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