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Armee baut bis 2000 Stellen ab

Die Jet-Trainer Hawk (hier die Patrouille Suisse) werden ausgemustert. Keystone Archive

Der Bestand der Schweizer Armee wird um einen Drittel auf 220'000 Personen reduziert. Das kostet weitere Arbeits-Stellen. Entlassen wird aber niemand.

Dieser Inhalt wurde am 20. September 2002 - 19:50 publiziert

Im Hinblick auf die Armee XXI wird Material, darunter Panzer, Kampfjets und Helikopter, verkauft.

Der Schweizer Verteidigungsminister Samuel Schmid rechnet mit einem zusätzlichen Personalabbau von 1500 bis 2000 Stellen. Insgesamt sollen die Personalkosten um 20 Prozent reduziert werden. Auf sozial- und regionalverträgliche Lösungen werde geschaut, sagte der Verteidigungsminister. Bereits im Februar wurde ein Abbau von rund 1600 Stellen angekündigt.

Keine Entlassungen

Wo die Stellen gestrichen werden, könne er noch nicht sagen, sagte Schmid. Sicher sei, dass der Flugplatz Turtmann im Kanton Wallis geschlossen werde. Der Flugplatz Buochs (Kanton Nidwalden) werde nicht mehr modernisiert. Entlassungen seien aber keine vorgesehen. Für einen Sozialplan mit Frühpensionierungen und Umschulungen seien 50 bis 60 Mio. Franken eingeplant.

Waffen und Waffensysteme, die nicht gebraucht werden, um die Kampfkraft der Armee zu erhalten, sollen liquidiert werden. Sie werden verkauft oder versteigert. Dabei müssen die "politischen Rahmenbedingungen" eingehalten werden. Der Erlös soll die Umbaukosten der Armee XXI etwas reduzieren.

Der mit dem Armeeleitbild XXI eingeleitete Abbau geschieht in den Jahren 2003 bis 2008.

Panzer für 1 Euro

10 Waffen und Waffensysteme werden auf Null abgebaut. 190 Schweizer Panzer und 1016 Schützenpanzer M-113. Dann 217 Panzerhaubitzen M-109 und 69 Entspannungspanzer sowie 30 Brückenpanzer. Weiter im Occasions-Angebot: 402 12-cm Minenwerfer und 20 Mirage-Aufklärer aber auch 12 Jet-Trainer Hawk. Die Helikopter-Flotte wird verringert.

Die Zukunft der 380 Leopard-Panzer ist noch unklar. Sie werden zwar noch nicht liquidiert aber zum grossen Teil eingemottet. Gemäss Korpskommandant Hans-Ulrich Scherrer ist der Markt für Rüstungsgüter zur Zeit schwierig.

Deshalb werde man wohl mit den Verkäufen nicht das grosse Geld machen. Leopard-Panzer, die vor 15 Jahren rund 120 Mio. Franken pro Stück gekostet haben, bringen heute auf dem Gebrauchtwarenmarkt einen symbolischen Euro.

Mit der Liquidation all dieser Waffen, so Verteidigungsminister Schmid, spare man mittelfristig Betriebskosten von 100 Mio. Franken pro Jahr. Aber die Mittel würden auch in neue Systeme investiert, sagte Schmid.

Swissinfo und Agenturen

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