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Armee XXI: Mehrheit der Schweizer Bevölkerung für Berufsarmee

Schweizerinnen und Schweizer befürworten eine schlanke Armee mit 120'000 statt 200'000 Wehrpflichtigen. Die Mehrheit ist gar für eine reine Berufsarmee. Am Wochenende sind zudem Reformpläne zur Aushebung der Wehrpflichtigen bekannt geworden.

Dieser Inhalt wurde am 30. April 2000 - 14:40 publiziert

Schweizerinnen und Schweizer befürworten eine schlanke Armee mit 120'000 statt 200'000 Wehrpflichtigen. Die Mehrheit ist gar für eine reine Berufsarmee. Am Wochenende sind zudem Reformpläne zur Aushebung der Wehrpflichtigen bekannt geworden.

50 Prozent der 610 befragten Schweizerinnen und Schweizer stellen sich hinter Bundesrat Pascal Couchepin, der eine auf 120'000 Wehrpflichtige reduzierte und günstigere Armee fordert.

32 Prozent der Befragten bevorzugen die Pläne von Verteidigungsminister Adolf Ogi, gemäss denen die Anzahl Wehrpflichtiger von 360'000 auf 200'000 verkleinert werden soll, ohne das Verteidigungsbudget minimieren.

Dies geht aus einer Umfrage hervor, welche die Zeitung "SonntagsBlick" am 30. April veröffentlicht hat.

53 Prozent der Befragten wollen überdies lieber eine Berufs-Armee, in der Westschweiz sind es laut Umfrage gar 73 Prozent. 34 Prozent sind für den Erhalt des Milizsystems. Knapp jede/r Dritte (31 Prozent) ist ausserdem der Meinung, die Armee solle ganz abgeschafft werden.

Rekrutierung effizienter gestalten

Am Wochenende sind ausserdem weitere Details zur geplanten Armeereform an die Öffentlichkeit gelangt. Demnach könnte die kantonale Aushebung der Rekrutinnen und Rekruten bald der Vergangenheit angehören. Geplant wird eine Regionalisierung "an mehreren Standorten".

Heute erfolgten die Aushebungen gesamtschweizerisch an über hundert verschiedenen Orten, was nicht sehr ökonomisch sei, sagte Ulrich Zwygart, Projektleiter des Armeeleitbilds XXI. Die Reform wird zusammen mit den Kantonen erarbeitet. Man hoff, bis Ende Jahr einen Konsens zu finden.

Aushebung an drei Tagen

Auch die Dauer der Aushebung wird überdacht. Statt einen Tag könnte die Aushebung bis zu drei Tagen dauern und damit viel umfassender werden. So soll mehr Zeit zur Abklärung von speziellen Fähigkeiten der künftigen Wehrmänner und -frauen bleiben.

Auch Fragen über eine militärische Karriere oder zur Bereitschaft eines Auslandeinsatzes sollen mehr Platz erhalten. Zudem sollen so genannte psychotechnische Prüfungen, welche etwa Panzer- oder Lastwagenfahrer heute ausserhalb der Aushebung absolvieren müssen, künftig in die Aushebung integriert werden.

swissinfo und Agenturen




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