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MÜNCHEN (awp international) - Die Beteiligungsgesellschaft Arques will sich noch in diesem Jahr von der früheren Siemens-Tochter Gigaset trennen und den Streit mit dem Münchner Elektrokonzern beilegen. "Es gibt eine Reihe von Interessenten, die an Gigaset interessiert sind und es gibt auch intensive Gespräche", sagte der Vorstandschef Hans Gisbert Ulmke am Freitag in München bei der Arques-Bilanzvorstellung. "Was die Transaktion angeht, wollen wir uns zeitlich nicht unter Druck setzen, die Käufer wissen sehr wohl, was ansteht."
Arques hatte vor gut zwei Jahren 80,2 Prozent der Anteile an Gigaset von Siemens übernommen, der Konzern behielt 19,8 Prozent. In den vergangenen Monaten hatte es zwischen den Firmen Unstimmigkeiten über Personalien, die Auslegung des Vertrags und Geldforderungen gegeben. Der Streit dreht sich unter anderen um den Vorwurf, Arques habe den Preis von mehr als 45 Millionen Euro nicht komplett gezahlt.
Laut Kaufvertrag hat Arques die Möglichkeit, im September die Anteile von Siemens zum symbolischen Preis von 5000 Euro zu übernehmen. Seit 2009 läuft zudem ein Schiedsverfahren zwischen Siemens und Arques. Siemens stellte zuletzt sogar Strafanzeige gegen Arques-Vorstand Michael Hütten wegen des Verdachts auf Untreue. Hütten weist alle Vorwürfe zurück. Er sei über den Schritt sehr überrascht, da er die Gespräche mit Siemens als "konstruktiv und fast kollegial" empfunden hätte. Über einen Rücktritt denke er nicht nach.
Arques beharrt darauf, von der Option für den Kauf der restlichen Anteile Gebrauch zu machen. "Das ist eine relativ komplexe Transaktion", sagte Ulmke. Allen Beteiligten sei aber klar, dass man das Unternehmen nur gemeinsam mit einer Einbindung von Siemens verkaufen könne. Siemens stemmt sich Medienberichten zufolge gegen den Verkauf seiner restlichen Anteile an Gigaset.
Wie eine mögliche Einigung aussehen könnte, sagte Ulmke nicht. Siemens hatte zuletzt angekündigt, die Entwicklung von Gigaset weiter positiv begleiten zu wollen, sich darüber hinaus aber nicht geäussert. Arques rechnet nach einem umfassenden Umbau des Unternehmens für Gigaset im laufenden Jahr wieder mit einem leicht positiven Ergebnis. Arques schrieb wie im Vorjahr auch 2009 rote Zahlen und verbuchte im vergangenen Jahr einen deutlichen Umsatzrückgang von 5,5 Milliarden Euro 2008 auf 3,5 Milliarden Euro. Unter dem Strich stand ein Verlust von 153 Millionen Euro nach einem Minus von 145,7 Millionen Euro 2008./ozy sbr/DP/fn

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