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Zürich (awp) - Der Technologiekonzern Ascom hat sich neue mittelfristige Ziele gesetzt und will bis 2013 profitabler werden. In wenigen Monaten gibt es zudem einen Wechsel in der Chefetage. CEO Riet Cadonau geht im Juli zum Schliesstechnik-Konzern Kaba, sein Nachfolger und bisheriger Stellvertreter Fritz Mumenthaler übernimmt im April.
Cadonau sieht das Unternehmen auch künftig auf Kurs. Er hatte Ascom in den letzten Jahren erfolgreich aus den roten Zahlen geführt und auf Wachstum getrimmt. "Der CEO-Wechsel erfolgt am Ende des Geschäftszyklus 2008-2010", betonte Cadonau am Mittwoch vor den Medien. Ascom sei heute ein sehr solides Unternehmen und Mumenthaler bürge für Kontinuität.
Der 52-jährige Mumenthaler ist seit 2005 Leiter der Division Wireless Solutions und seit 2007 zusätzlich Stellvertreter des CEO. Auch er erklärte, dass es bei dem eingeschlagenen Weg der "mission-critical" Communication für Geschäftskunden bleibt. "Daran ändern wir nichts", so Mumenthaler.
INVESTITIONSJAHR 2011
Mit Investitionen im Jahr 2011 will Ascom den beiden Sparten Wireless Solutions und Network Testing weiteren Schwung verleihen. Bei Wireless Solutions gelten vor allem der Gesundheitsmarkt und die immer älter werdende Bevölkerung als Wachstumstreiber. Wichtige Kunden für Ascom sind Spitäler und Seniorenheime.
Bei Network Testing soll die neue Mobilfunktechnologie LTE (Long Term Evolution) zahlreiche Aufträge bringen. Die Telekomfirmen dürften ab 2012 verstärkt investieren, wenn auch regional unterschiedlich, erwartet Ascom. Zudem will das Unternehmen die Kompetenzen bei der GSM-Mobilfunktechnologie in der margenstärksten Sparte ausbauen.
Keine neuen Investitionen tätigt Ascom dagegen mehr im Segment Security Communication in mehr Auslandspräsenz. Das Unternehmen ist im Heimmarkt führender System-Integrator, Armasuisse ein Schlüsselkunde. Die Profitabilität lag zuletzt unter dem Gruppendurchschnitt und das Geschäft wird vom Management als volatil eingestuft.
Ein Ausstieg bei Security Communication sei aber vorerst kein Thema, hiess es. "Eine Portfolio-Diskussion ist momentan nicht angebracht", sagte Mumenthaler. Sollte es bis zum dritten Quartal 2011 keine konkreten Resultate bei der geplanten Internationalisierung geben, müsse man weitersehen.
ZUKÄUFE ANGESTREBT
Ascom will vornehmlich die Sparte Wireless Solutions durch einen Zukauf stärken. Dabei steht der Gesundheitsbereich im Fokus. Zweite Priorität hätten kleinere, ausgewählte Transaktionen in der Sparte Network Testing. Im Jahr 2011 dürfte es eine Akquisition geben, erklärte das Management.
Die neuen Mittelfristziele wertet Ascom selbst als ehrgeizig, aber erreichbar. Im Jahr 2013 will das Unternehmen auf Gruppenstufe eine EBITDA-Marge von 14%-15% ausweisen. Dies auf Basis eines durchschnittlichen jährlichen organischen Wachstums bei Wireless Solutions und Network Testing ab 2012 von 5%-10%.
Für das Jahr 2013 strebt Wireless Solutions eine EBITDA-Marge von 12-15% an. Network Testing hat für 2013 ein Margenziel von 16-19% und Security Communication von 7-10%.
UMSÄTZE 2011 UNTERSCHIEDLICH ERWARTET
Im Jahr 2011 wird für Wireless Solutions ein leichtes Wachstum erwartet. Network Testing soll beim Umsatz stabil bleiben. Bei Security Communication wird der Umsatz leicht rückläufig erwartet. Die Guidance für 2011 auf Gruppenstufe will Ascom anlässlich der Bilanzmedienkonferenz am 9. März bekanntgeben.
Für das Gesamtjahr 2010 weist Ascom den Angaben zufolge organisches Wachstum auf und erreichte auf Stufe EBITDA die in Aussicht gestellte Marge von 11-12%.
Die neuen Mittelfristziele werden von den Analysten wohlwollend aufgenommen, treten aber in den Hintergrund. Als Belastungsfaktor für die Aktie gilt am Markt der Abgang des erfolgreichen Konzernchefs. Hinzu kommt eine Herabstufung der Aktie durch die UBS, weil sich die Valoren bereits stark ihrem Kursziel genähert haben. Am frühen Nachmittag verliert das Papier bei hohen Volumen in einem freundlichen Gesamtmarkt 5,6% auf 14,25 CHF.
cc/ps

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