Auch Schweizer Wirtschaft reagiert auf SARS

Schweizer Unternehmen ergreifen Massnahmen gegen die tödliche Lungenkrankheit SARS.

Dieser Inhalt wurde am 02. April 2003 - 17:01 publiziert

Für UBS-Mitarbeiter gilt eine Reisesperre für Hongkong, Singapur, Vietnam, China und Toronto. ABB und Novartis stellen Geschäftsreisen nach Hongkong und Guangdong ein.

Grund für diese Reaktionen war die Empfehlung der Weltgesundheits-Organisation (WHO), die von Reisen in diese Gebiete abgeraten hatte, wie UBS-Sprecher Axel Langer bestätigte.

Auch das Schweizer Bundesamt für Gesundheit folgt den WHO-Empfehlungen und rät von Reisen nach Hongkong und in die südchinesische Provinz Guangdong (Kanton) ab. In der Schweiz wurden bisher insgesamt neun Verdachtsfälle von SARS gemeldet. Fünf konnten mittlerweile als Grippeerkrankungen ausgeschlossen werden.

Risiko lohnt sich nicht

Für die UBS sieht Langer wegen der Reisesperren nur wenige Einschränkungen. Es gebe noch andere Möglichkeiten, miteinander zu kommunizieren.

Die Geschäfte der UBS in den betroffenen Bereichen, wie das Investment- oder Private-Banking, könne man auch mit anderen Mitteln abwickeln.

UBS-Angestellte, die aus Asien zurückkehren, müssen bevor sie mit der Arbeit beginnen, 10 Tage zu Hause bleiben. Auf diese Weise will die UBS das Ansteckungsrisiko ausschliessen.

Ähnlich lautet der Tenor bei ABB. "Unsere Angestellten treten nur die absolut notwendigen Reisen an", so Pressesprecher Wolfram Eberhart. Und Handelsreisen nach Hongkong und in die südchinesische Provinz Guangdong würden eingestellt."

Auch der Basler Pharmakonzern Novartis streicht die Geschäftsreisen nach Hongkong und in die südchinesische Provinz Guangdong. Dies gelte, solange die Zahl der SARS-Fälle in diesen Gebieten steige.

Vorsicht bei allen

Bei der Credit Suisse wurden bisher keine Quarantäne-Massnahmen getroffen. Leute, die aus Asien zurückkehren, müssten jedoch einen Arzt aufsuchen, bevor sie wieder arbeiten.

Bei Néstle werden nur noch die allernötigsten Reisen in die betroffenen Gebiete unternommen, wie Néstle-Sprecher François-Xavier Perroud am Mittwoch sagte. Zwischen dem Waadtländer Sitz und Asien bestehe ein reges Hin und Her. Jede annulierte Reise sei deshalb ein grosses Handicap.

swissinfo und Agenturen

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