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Auf der Autobahn vom Bodensee zum Genfersee

Aus ökologischen Gründen gibt es zwischen Payerne und Yverdon mehrere Viadukte (hier während der Bauphase).

(Keystone)

Die Autobahn A1, die St. Margrethen mit Genf verbindet, ist fertig gebaut. Am 5. April wird das letzte Teilstück zwischen Payerne und Yverdon offiziell eröffnet. Zuvor gehört dieses Wochenende die Strasse noch Fahrrad-Fahrerinnen, Rollerbladern, Fussgängerinnen und Reitern.

Mehr als 25 Jahre wurde geplant und projektiert, es gab Opposition und Abstimmungen. Erst dann, 1993, erhielt der Bau der letzten 23,4 Kilometer der A1 grünes Licht. Und heute, acht Jahre später, ist die Strecke zwischen Payerne und Yverdon fertig gebaut.

In gut zwei Wochen werden die Automobilisten die vier Brücken, drei Tunnels und zwei Viadukte in Beschlag nehmen können. Wegen der Landwirtschaft und ökologischen Bedenken war eine aufwendige Streckenführung notwendig. Diese Rücksichtsnahme hatte ihren Preis: Jeder Kilometer des neuen Teilstücks kostet 63 Mio. Franken. Das sind über 25 Mio. Franken mehr, als ursprünglich vorgesehen.

Mit der neuen Verkehrs-Verbindung kommen viele Hoffnungen in die Gegend der Broye (FR/VD): Die Region ist einfacher erreichbar - eine Notwendigkeit für eine ökonomische und touristische Entwicklung.

Für Gaston Gaudard, Ökonomie-Professor an der Universität Freiburg, sind "diese Transportwege für die regionale Entwicklung unerlässlich. Doch sie allein genügen nicht." Es brauche verschiedene begleitende Massnahmen, um die Region zu unterstützen. So müssten industrielle und touristische Anziehungspunkte geschaffen werden.

Diese Massnahmen seien sogar nötig, um eine Abwanderung aus der Gegend zu verhindern. Denn eine neue Strassen-Verbindung könne auch den Effekt haben, dass für die Bevölkerung die grossen städtischen Zentren attraktiver würden - weil einfacher erreichbar.

Erste entsprechende Anstrengungen haben die Gemeinden und die Region bereits unternommen. So gibt es neue Gewerbezonen und entlang der Autobahn werden verschiedene Hotels gebaut (darunter das schweizweit zweite Hotel von McDonalds).

Die Hoffnungen all dieser Massnahmen: Die Entwicklung des Greyerzerlandes. Seit die Autobahn A12 zwischen Bern und Montreux vor 20 Jahren in Betrieb genommen worden war, hat im Greyerzerland ein grosser Wirtschaftsaufschwung stattgefunden. Auch die Bevölkerungszahl nahm in dieser Zeit um einen Drittel zu.

Marzio Pescia

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