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Auf in die dritte Runde

Soviel Biss, wie Miro, der Labrador von GC-Trainer Hans-Peter Zaugg, müssen die Schweizer UEFA-Cup-Teilnehmer zeigen, um Runde drei zu ereichen. Keystone

Drei Schweizer Vereine können heute Abend den Einzug in Runde drei des Fussball UEFA-Cup schaffen: Servette, Grasshoppers und St. Gallen.

Dieser Inhalt wurde am 01. November 2001 - 11:43 publiziert

"St. Gallen hat also heute eine gute Chance, vor allem in Deutschland für ein lautes 'Aha' zu sorgen und Anerkennung zu schaffen."

Das meint und schreibt Günter Netzer im Blick. Gemeint ist, dass St. Gallen den Bundesligaverein FC Freiburg aus dem Wettbewerb werfen könnte. Nach dem 1:0-Auswärtssieg in Freiburg liegt das drin. Nur, auch die Freiburger haben mit Volker Finke einen Trainer, der wie St. Gallens Marcel Koller mit etlichen Wassern gewaschen ist: mit den heiligen Wassern von Freiburg und das sind ganz spezielle, auch in der Bundesliga.

Dazu kommt, dass St. Gallen nicht auf dem Espenmoos spielt, sondern auswärts im europatauglicheren, ausverkaufen, Hardturm in Zürich.

Spielt Gane?

Der FC St. Gallen scheint den medizinischen Wettlauf mit der Zeit um Ionel Gane zu verlieren. Der Rumäne trainierte am Mittwoch im Zürcher Hardturm wohl mit, doch die Verhärtung im Oberschenkel lässt einen Einsatz äusserst fraglich erscheinen.

Auch der SC Freiburg, der mit 20 Spielern nach Zürich gereist ist, meldet Ausfälle und Fragezeichen. Mit einem Ermüdungsbruch im Schienbein fällt Mittelfeldspieler Coulibaly aus Mali mit Bestimmtheit aus.

Benjamin Kruse, der vom Hamburger SV zugezogen wurde, und Andreas Kaufmann von den eigenen Amateuren sind nicht spielberechtigt. "Tanko, Selimi, Müller und Willi sind angeschlagen. Ich muss ihre Signale abwarten, ehe ich mich personell entscheide", führte Freiburgs Trainer Volker Finke aus.

Servette Genf - Saragossa

"Ich habe auf Video das Spiel Saragossas gegen Malaga vom vergangenen Wochenende angeschaut. Trotz der 0:2-Niederlage habe ich starke Aragonier gesehen, welche die Partie dominiert hatten", gibt Servettes Trainer Lucien Favre zu bedenken und verweist zudem auf die Auswärtsstärke der Spanier, die sieben ihrer elf Punkte in der Primera Division auf fremdem Terrain gewannen.

Der 46-Jährige warnt auch deshalb - vor allem aber wegen der vielen Verletzten -vor übertriebenem Optimismus, obwohl die Ausgangslage der Genfer nach dem 0:0 im Hinspiel günstig ist.

Twente Enschede - Grasshoppers Zürich

Schweizer Meister Grasshoppers reist mit einem 4:1-Vorsprung nach Holland. Das sieht auf den ersten Blick nach "problemlos weiterkommen" aus. Nur, in 90 Fussballminuten drei Tore erzielen, das kann auch Twente Enschede. Zumal die Abwehr der Grasshoppers das Problem sein könnte.

Die Sorgenfalten von GC-Trainer Hans-Peter Zaugg werden nämlich immer tiefer. Nach Bruno Berner, Roland Schwegler und Luca Denicolà fallen für das UEFA-Cup-Rückspiel gegen Twente höchst wahrscheinlich zwei weitere Abwehrspieler aus. Kim Jaggy machte die Reise nach Holland gar nicht mit, und Pascal Castillo verspürt starke Rückenschmerzen.

Die Grasshoppers müssen daher in erster Linie die eigene Abwehrzone sichern und einen eigenen Torerfolg mit dosiertem Risiko anstreben. Ein frühes Gegentor könnte schlimme Auswirkungen haben.

Wegen des Auswärtstreffers von Verteidiger Polak im Hardturm genügt den Holländern ein 3:0-Heimsieg, um doch noch die dritte Runde im UEFA-Cup zu erreichen. Aber Grasshopers genügt bereits eine 0:2 Niederlage!

swissinfo und Agenturen

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