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Aus ZZ Holding wird Conzzeta Holding

Nach dem Verkauf des ursprünglichen Kerngeschäfts, der Ziegelei- und Dämmmaterialaktivitäten, will sich die Zürcher ZZ Holding neu ausrichten. Im Hinblick darauf gibt sie sich einen neuen Namen und heisst künftig Conzzeta Holding.

Dieser Inhalt wurde am 08. November 1999 - 14:49 publiziert

Nach dem Verkauf des ursprünglichen Kerngeschäfts, der Ziegelei- und Dämmmaterialaktivitäten, will sich die Zürcher ZZ Holding neu ausrichten. Im Hinblick darauf gibt sie sich einen neuen Namen und heisst künftig Conzzeta Holding.

Die Conzzeta bleibt ein Mischkonzern mit den Geschäftsfeldern Beschichtungsmaterialien, Konsum- und Industrieprodukte, Maschinen- und Anlagebau sowie Immobilien und einem nunmehr geschrumpften Baubereich. Das Gesicht der Firma soll jedoch geändert werden, sagte am Montag (08.11.) Verwaltungsratspräsident Jacob Schmidheiny (Bild) in Zürich vor den Medien.

Die neue unternehmerische Ausrichtung soll Wachstum unter Wahrung der Eigenständigkeit ermöglichen. Die Conzzeta Holding will sich vor allem auf weniger kapitalintensive Produktionen und auf internationalere Märkte konzentrieren.

Nach dem im April erfolgten Verkauf des Ziegeleigeschäftes, liegen bei Conzzeta insgesamt über 200 Millionen Franken Nettoliquidität in der Kasse. Damit sollen die Geschäftsbereiche gestärkt werden - vor allem die Maschinenbauaktivitäten. Hier hat die ZZ Holding die restlichen 20 Prozent des Aktienkapitals an Bystronic erworben.

Andere Geschäftsbereiche wie etwa der Restbereich der Bausparte, die Baumalerprodukte oder die Seil- und Hebetechnik weisen heute gemäss Schmidheiny eine unbefriedigende Ertragssituation auf. Man wolle nun “konsequent aber behutsam” die Ergebnisse verbessern. Kooperationen, Akquisitionen und Devestitionen seien derzeit nicht im Fokus, doch aber ein ergänzendes Instrument, sagte Schmidheiny.

Abgespeckt hat die ZZ Holding vor allem im Baubereich, wo sie sich von den Bereichen Dämmmaterial, Ziegeleien und Kamine getrennt hat oder noch trennen will. Übrig bleiben hier vorab die Transportfirma Transall, das Kieswerk Hard sowie die Probeton. Diese Unternehmen stünden aber nicht vor einer strategischen Veränderung, hielt Schmidheiny weiter fest.

Per Ende August hat die ZZ Holding nach den Verkäufen ein ausserordentlicher Erfolg von 33 Millionen Franken erwirtschaftet. Der Konzernumsatz nahm um 18,4 Prozent auf 520,8 Millionen Franken ab. Der Konzerngewinn stieg von 18,1 Millionen auf 51,6 Millionen Franken. Der ausserordentliche Erfolg ist darin enthalten.

Das Betriebsergebnis 1999 dürfte wegen des Wegfalls der verkauften Unternehmensteilen etwas unter dem Vorjahr liegen. Unter Einschuss des ausserordentlichen Erfolges rechnet die Conzzeta mit einem Konzerngewinn von über 60 Millionen Franken. Die Resultate sollen in den nächsten drei Jahren um rund 50 Prozent verbessert werden.

Die ZZ Holding, die anlässlich der ausserordentlichen Generalversammlung Anfang Dezember in Conzzeta umfirmieren will, liegt mit 59 Prozent des Kapitals und 72 Prozent der Stimmen in den Händen der Tegula AG. Die wiederum ist im Besitz dreier Familien, darunter die Familie Schmidheiny.

SRI und Agenturen

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