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Zürich (awp) - Die Credit Suisse Group veröffentlicht am Donnerstag, 10. Februar, das Geschäftsergebnis 2010. Analysten haben dazu die folgenden Schätzungen:
Q4 10E
In Mio CHF AWP-Konsens Q3 10A Q4 09A
Konzernergebnis 889 609 793
Ergebnis IB* 509 395 1'030
Ergebnis PB* 835 836 657
In Mrd CHF
Nettoneugeld 13,4 14,6 12,5
In %
Tier-1-Ratio 16,7 16,7 16,3
2010E
In Mio CHF AWP-Konsens 2009A
Konzernergebnis 5'222 6'724
In Mrd CHF
Verwaltete Vermögen 1'259 1'229
Neugeld 65,9 44,2
*vor Steuern
FOKUS: Die Marktteilnehmern taten sich 2010 mit der Credit Suisse 2010 schwer. Nachdem die Bank 2009 gestärkt und mit verminderten Risikopositionen aus der Finanzkrise herauskam, stellten die Anleger hohe Erwartungen an das Institut. Diese wurden aber in den ersten drei Quartalen vor allem wegen der Entwicklung im Investmentbanking enttäuscht. Die Division wurde einerseits stärker von den Marktturbulenzen erfasst als vermutet und anderseits fielen höhere Wertberichtigungen auf eigenen Verbindlichkeiten an als von den Auguren prognostiziert.
Wie die Zahlen der US-Branchennachbarn belegen, birgt das vierte Quartal erneut Enttäuschungspotenzial für das Investmentbanking, da sich die Erträge aus dem FICC- (Fixed Income, Currencies and Commodities) und Equity-Geschäft sehr volatil entwickelt haben. Die Analysten gehen indes davon aus, dass das Investmentbanking der CS den Vorsteuergewinn gegenüber dem Vorquartal hat steigern können. Zudem erwarten sie, dass die Bank geringere Verluste auf eigenen Verbindlichkeiten als im dritten Quartal ausweisen wird.
Als Stütze des Instituts dürfte gemäss Analysteneinschätzung das Privatebanking dienen - so wie in den vorangegangenen Quartalen. Die Division dürfte auch im letzten Jahresviertel neue Kundengelder angezogen haben, wenngleich in etwas geringeren Ausmass als noch im dritten Quartal. Die Vermögensbasis des Instituts dürfte allerdings durch den starken Franken belastet worden sein. Bei der Bruttomarge erwarten die Analysten eine leichte Verbesserung gegenüber den im dritten Quartal erzielten 118 Basispunkten.
ZIELE: Das Management der Credit Suisse gibt im Zusammenhang mit der Publikation von Zahlen jeweils lediglich einen Ausblick zur Marktentwicklung. Bezüglich eines Ausblicks in eigener Sache hält sich das Management bedeckt. Mit ihrem Geschäftsmodell, ihrer globalen Präsenz und ihrer starken Marktposition sei die Bank gut aufgestellt, um bei einer Markterholung hohe Erträge und einen starken Cashflow zu erzielen, sagte CEO Brady Dougan wiederholt im Verlaufe des Jahres. Ausserdem befinde sich die CS in einer guten Ausgangslage, um die neuen regulatorischen Anforderungen zu erfüllen und für die Aktionäre eine attraktive Rendite zu erwirtschaften.
Bis 2012 will die Grossbank bekanntlich einen Ertrag von über 10 Mrd CHF aus divisionsübergreifenden Tätigkeiten erreichen. Im weiteren strebt das Institut eine Cost-Income Ratio von 65% sowie eine jährliche Wachstumsrate beim Nettoneugeld von über 6% an.
Ausserdem wollte sie bisher eine Eigenkapitalrendite von über 18% generieren. Bei der Tier-1-Ratio peilte die Gruppe eine Quote von 12,5% an. Einige Analysten gehen davon aus, dass CFO David Mathers anlässlich der Veröffentlichung des Geschäftsergebnisses 2010 unter Berücksichtigung von Basel III neue Ziele bekanntgeben wird.
PRO MEMORIA: Noch unklar ist, in welchem Umfang die CS von FATCA (Foreign Accounts Tax Compliance Act) betroffen sein wird. Dabei werden ausländische Finanzinstitute mit dem IRS eine Vereinbarung unterzeichnen müssen, womit sie sich verpflichten, der Steuerbehörde alle Konti von amerikanischen Steuerpflichtigen offenzulegen, über die sie indirekt oder direkt verfügen. Da noch um die Anwendungsbestimmungen gekämpft wird - unklar ist z.B. wer unter den Begriff "US Person" fällt - kann noch nicht genau abgeschätzt werden, welche Konsequenzen sich daraus für die Banken ergeben werden.
Die Credit Suisse hat sich gemäss CEO Brady Dougan schon seit längerem auf das Doppelbesteuerungsabkommen der Schweiz mit Deutschland vorbereitet. Er sei überzeugt, dass das Geschäft für die CS in Deutschland dadurch Aufwärtspotenzial erhalte, sagte Dougan im Oktober anlässlich der Veröffentlichung der Drittquartalszahlen.
Die Credit Suisse peilt bereits im nächsten Jahr die Emission von Contingent Convertibles, so genannten CoCo-Bonds, an. Geht es nach dem Willen der Bank soll die Ausgabe solcher Zwangsanleihen möglichst bald geschehen, um Investoren und Regulatoren zu zeigen, dass für die entsprechenden Instrumente die Nachfrage vorhanden sei, sagte CEO Brady Dougan im Dezember in einem Interview.
sig/are

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