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Zürich (awp) - Die Petroplus Holdings AG gibt am Donnerstag, 3. Februar, die Resultate für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2010 bekannt. Analysten haben dazu folgende Schätzungen:
Q4 10
In Mio USD AWP-Konsens Q4 09
Refining & Marketing EBITDA* 150,2 -15,0
Reinergebnis vor FIFO-Effekt* 20,0 -150,0
Reinergebnis nach IFRS 134,1 -184,2
*bereinigt um Lagerbewertungseffekte
FOKUS: Analysten interessieren sich beim Zahlenausweis von Petroplus neben der Ertragskraft auch für die Cash-Generierung. Die Auswirkungen der Streiks in Frankreich dürften durch das bessere Marktumfeld mehr als ausgeglichen worden sein, heisst es in einem Kommentar. Auch die Nettoverschuldung der Raffineriebetreiberin steht im Blick der Experten. Sie rechnen damit, dass Petroplus die Kreditvereinbarungen mit den Banken eingehalten haben dürfte. Dies war im Dezember auch so vom Management in Aussicht gestellt worden.
Die Analysten wollen zudem wissen, wie es mit der Raffinerie Reichstett weitergeht. Dazu hatte das Unternehmen Anfangs Dezember erklärt, eine definitive Entscheidung könne erst getroffen werden, wenn die Stellungnahme des Betriebsrats eingegangen sei. Dies soll in der ersten Hälfte des Jahres 2011 der Fall sein.
Die Bilanzierungspraxis von Petroplus schreibt die Bewertung der Lagerbestände nach der FIFO-Methode (first in, first out) vor. Entsprechend wird der Gewinn durch Veränderungen des Ölpreises beeinflusst und das Unternehmen weist neben der IFRS-Erfolgsrechnung auch bereinigte Zahlen aus. Analysten veranschlagen die Lagerbewertungseffekte für das vierte Quartal auf 90 Mio bis 141,7 Mio USD.
ZIELE: Die Streiks in Frankreich hatten Unternehmensangaben zufolge nur einen kleinen Einfluss auf den Gewinn im vierten Quartal. Derweil dürften die Kreditvereinbarungen für die "Revolving Credit Facility (RCF)" laut Petroplus in diesem Zeitraum erreicht werden. Dafür wurde im vierten Quartal ein bereinigter EBITDA von 120 Mio USD benötigt.
Für das Jahr 2011 rechnet Petroplus mit einer Auslastung von 81% nach erwarteten 78% für das laufende Geschäftsjahr. Wie bei der Zahlenvorlage für das dritte Quartal zuletzt bekannt gegeben, sollen die Investitionen im Jahr 2011 bei 315 Mio USD liegen und die operativen Ausgaben bei 665 Mio USD.
Die Raffineriebetreiberin hatte im Dezember bei einem Analystentag auch Details zum strategischen Dreijahresplan bis 2012 vorgestellt. Das Unternehmen wolle die Gewinnschwelle senken und mindestens cashneutral werden, hiess es. Akquisitionen stünden weiter im Blick, um den Anlagenpark zu erweitern. Nach einem Ausflug ins US-Raffineriegeschäft konzentriert sich Petroplus aber wieder auf Europa.
Im Rahmen des Dreijahresplans will das Unternehmen die Effizienz verbessern. Insgesamt soll die Profitabilität um mehr als 1 USD pro Barrel steigen. Dies würde auf Gewinnbasis rund 180 Mio USD oder beim Gewinn pro Aktie rund 1,89 USD ausmachen. Stellschrauben dafür sind Bruttomarge, Energieeffizienz, operative Ausgaben sowie allgemeine und administrative Kosten. Die Investitionen in das Effizienzprogramm liegen bei rund 120 Mio USD.
PRO MEMORIA: Petroplus-Verwaltungsratspräsident (VRP) Thomas O'Malley will sich künftig ganz auf die Investmentgesellschaft PBF Energy Company konzentrieren, ein ehemaliges Joint Venture von Petroplus, bei dem er als VRP amtet. Er tritt im Mai 2011 zurück, sein Nachfolger bei Petroplus wird der bisherige Vize Patrick Monteiro de Barros, der seit über 40 Jahren im europäischen und US-Raffineriesektor tätig ist.
Die französische Ölindustrie war im Herbst 2010 von wochenlangen Protesten gegen die Rentenreform betroffen. In allen zwölf Raffinerien des Landes sowie an den wichtigen Öl-Terminals bei Le Havre und Marseille kam es zu Blockaden. Die Streiks wurden von den Gewerkschaften am 29. Oktober für beendet erklärt. Bei Petroplus waren die Anlagen Petit Couronne, Reichstett und Cressier betroffen.
www.petroplusholdings.com
are/cc

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