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AUSBLICK/Swiss Re Q3: Combined Ratio von 90,9% erwartet

Dieser Inhalt wurde am 02. November 2009 - 15:10 publiziert

Zürich (awp) - Die Swiss Re publiziert am Dienstag, 3. November, die Zahlen zum dritten Quartal 2009. Dreizehn Analysten haben dazu folgende Prognosen:
*Reingewinn-Prognosen wegen Schätzungsunsicherheiten mit grosser Bandbreite
FOKUS: Wie schon im ersten und zweiten Quartal ist auch der Q3-Abschluss des Rückversicherers Swiss Re mit erhöhter Unsicherheit behaftet und mit dem Vorjahresquartal kaum vergleichbar. Für den Reingewinn wird entscheidend sein, wie hoch die Kosten für Absicherungsgeschäfte ausfallen. Ausserdem stellt sich die Frage nach Bewertungsverlusten oder allenfalls gar nach Aufwertungsgewinnen in dem für die Abwicklung von Risikopapieren geschaffenen Bereich Legacy.
Im Kerngeschäft Rückversicherung dürfte Swiss Re das dritte Quartal mit einem guten Ergebnis abgeschlossen haben. Im Quartal sind die Rückversicherer nämlich von grösseren Naturkatastrophen mit hoher Schadenlast verschont geblieben. Etwas moderater dürfte dagegen der Gewinn im Lebengeschäft ausgefallen sein.
Der Fokus der Anleger richtet sich weiter auf die Kapitalbewirtschaftung der Swiss Re. Bereits per Ende Juni ist das für ein "AA"-Kreditrating erforderliche Überschusskapital auf geschätzte 4,5 Mrd CHF gestiegen. Swiss Re will die Kapitalbasis weiter stärken, um die von Berkshire Hathaway gezeichnete und 3 Mrd Franken-schwere Wandelanleihe zurückzahlen zu können.
Ein zusätzliches Thema wird die Bereinigung von Altlasten sein. Insbesondere das CDS-Portfolio (Credit Default Swaps) wurde im zweiten Quartal stark reduziert. Aber auch in der Finanzgarantieversicherung (Financial Guarantee Re) und bei Kapitalanlagen über alle Klassen hinweg senkte Swiss Re die Risikoexponierung.
ZIELE: Swiss Re strebt auf dem Rückversicherungsgeschäft zugrunde liegenden Kapital eine Eigenkapitalrendite von 14% an. Dieses Ziel bestätigte Finanzchef Georg Quinn anlässlich der Halbjahrespräsentation Anfang August.
Mit der Umsetzung des angekündigten Programms zur Effizienzsteigerung ist Swiss Re dem Plan voraus, hiess es damals weiter. Vorgesehen ist die Reduktion der Kostenbasis bis im ersten Quartal 2010 um 400 Mio CHF. Bis Ende Juni 2006 konnten Massnahmen zu Kosteneinsparungen von bereits 300 Mio CHF vollzogen werden. Die zugrunde liegenden Restrukturierungskosten würden sich auf 130 Mio CHF belaufen, hiess es.
PRO MEMORIA: Für die im Januar 2010 anstehende Erneuerungsrunde von Rückversicherungsverträgen sieht sich Swiss Re gut gewappnet. "In diesem Jahr haben sich die Bedingungen auf dem Rückversicherungsmarkt weiter verbessert", erklärte Martin Albers, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Client Markets Europa, im Rahmen des Branchentreffens in Baden-Baden. Beim Zeichnen von Rückversicherungsrisiken konzentriere sich Swiss Re auf Qualität statt auf Quantität.
Swiss Re bestätigte in Baden-Baden Anfang September anlässlich des Branchentreffens "Rendez-vous de Septembre" in Monte Carlo gemachte Aussagen. Insgesamt beobachte Swiss Re einen breiten Aufwärtstrend in der Rückversicherungstarifierung, sagte CEO Stefan Lippe damals.
Anfang Oktober hat Swiss Re in Malaysia eine Lizenz für Retakaful-Geschäfte erworben und darauf hin eine Niederlassung in Kuala Lumpur für das Rückversicherungsgeschäft nach den Grundsätze des islamischen Rechts eröffnet.
pf/mk
Q3 2009E
In Mio CHF AWP-Konsens Q3 2008A
Verdiente Prämien 6'389 6'526
Reingewinn 133* -304
Eigenkapital 24'665 24'078
Combined Ratio (%) 90,9% 99,8%

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